An der Umnutzung des Rössle wird weitergeplant Im November soll es eine Präsentation geben.
Wird das was? Gemeint ist die Idee, das ehemalige Rössle-Einkaufszentrum künftig als neue Heimat für die Stadtverwaltung in Schwenningen plus Bibliothek und Volkshochschule zu nutzen. Das Ganze soll nicht mehr als 20 Millionen Euro kosten.
Jetzt sind die Planer des Eigentümers Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) am Zug. In der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause gab es einen Bericht seitens der Verwaltung zum Stand der Dinge. Außerdem sahen die Gemeinderäte eine neues Imagevideo zu dem geplanten Projekt. Davon zeigten sich Sprecher der Fraktionen in der kurzen Diskussion durchaus angetan.
Angetan von Imagevideo
Grundsätzlich zugestimmt hatte das Gremium bereits, dass in diese Richtung weitergeplant werden kann. Ob es was wird oder dann doch nicht hängt im Wesentlichen von der Finanzierung ab. Bleibt es bei dem vorgegebenen Kostenrahmen oder liegt man unterm Strich deutlich drüber? Die knapp 20 Millionen Euro, die derzeit im Gespräch sind, spiegeln nach Darstellung von Oberbürgermeister Jürgen Roth die Summe wieder, die für die Sanierung von den bestehenden Gebäuden von Stadtbibliothek und VHS anfielen. Der Architekt Olaf Wuttge-Greimel, außerdem als sachverständiger Bürger Mitglied im Technischen Ausschuss, hatte argumentiert, dass die Kostenschätzung der Stadt zu kurz greife und eher bei rund 35 Millionen Euro liegen werde.
Eine neue Chance?
Das dementierte die Geschäftsführung der HBB. Sie sieht den neuen Ansatz als Chance, nachdem das ursprüngliche Ziel, das Rössle wieder als Einkaufszentrum wiederzubeleben sich aus Sicht des Unternehmens nicht mehr verwirklichen lässt. Die Idee, den Standort als gemeinsame Bibliothek mit den Hochschulen in Schwenningen zu nutzen, stieß wiederum auf wenig Gegenliebe beim Land Baden-Württemberg, das dann finanziell mit im Boot säße.
In nicht-öffentlicher Sitzung gab der Gemeinderat weitere Planungsmittel für die Umnutzung des Rössle frei. Im September soll es eine „Zwischeninformation“ für die Fraktionen und die Verwaltungsspitze geben.
Ein vorläufiger Planungsabschluss ist für den Oktober avisiert, die daraus resultierende Präsentation will man im November im Gemeinderat beraten.