Die Pläne aus dem alten Stadtentwicklungskonzept für Altensteig sind nahezu komplett umgesetzt. Jetzt braucht es neue Ziele. Bei der Auswahl des Büros war sich der Gemeinderat einig.
Wie soll die Stadt entwickelt werden? Das neue Stadtentwicklungskonzept war Thema im Gemeinderat Altensteig. Dies sei eine strategische Grundlage für räumliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gesamtstadt, erläuterte Bauamtsleiterin Nadine Hentschel.
„Wir müssen uns neue Ziele setzen, damit wird auch wieder ein neues Gesamtkonzept haben“, erklärte sie. Laut Vorlage sind etwa bezahlbares Wohnen und Klimaschutz große Themen, auch der Schutz der denkmalgeschützten Altstadt, die Belange der Teilorte und die Erhaltung als Gewerbestandort.
Konzept ist Basis für Förderungen
Das Stadtentwicklungskonzept sei dann auch die Basis für Förderungen. Von den Maßnahmen, die im alten Konzept festgelegt waren, sind mehr als 90 Prozent umgesetzt. „Also das ist ein sehr, sehr guter Stand“, freute sich Hentschel.
Die Angebote für ein neues Konzept liegen alle im Bereich um die 15.000 Euro. Entschieden hat sich der Gemeinderat für das Büro Wüstenrot.
Wesentlich ist für die Räte die Bürgerbeteiligung – das stellten mehrere Gemeinderäte beim ausgewählten Büro heraus. „Wir haben das Gefühl, wir werden mitgenommen, vor allem unsere Bürger werden mitgenommen“, meinte Berti Großmann von den Freien Wählern.
Albrecht Joos (FBV), sah das ähnlich: „Mich hat vor allem überzeugt, dass das Büro Wüstenroth ganz tolle Beteiligungsformate hat, um die Bürger unserer Stadt mitzunehmen“ und betonte, dass das Thema kein reines Gemeinderatsthema sei. Die Kommunikation mit Bürgerschaft, Verwaltung Gremium lobte auch Marcus Lotzin von der AfD.
Tobias Schmid von der CDU meinte, das Büro „passe von der Größe her“ zu Altensteig, ihm gefiel außerdem, dass die Themen Vereine und Ehrenamtliche berücksichtigt würden. Claudia Bertram-Schuler (SPD/Grüne) lobte den Plan, das Projekt mit einer Online-Darstellung zu begleiten.
Los gehe es wohl Mitte 2026 bis ins Jahr 2027 hinein, kündigte Bürgermeister Oliver Valha an. „Mir ist wichtig, dass wir uns wirklich Zeit nehmen“, sagte er. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.