Eines der bisherigen Bürgerteams machte sich auf, um die Baustellen-Umleitungen auf Barrieren zu testen. (Archivfoto) Foto: Stadtverwaltung

Innenstadtbelebung und das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Kernstadt und Stadtteilen: Das sind Themen, an denen Dornstetten arbeiten möchte. Ein Projektaufruf soll gestartet werden.

Zehn Jahre ist es her, dass in Dornstetten ein Maßnahmenplan für die Stadtentwicklung verabschiedet wurde, der mehr als 100 Punkte umfasste. Eine Dekade später ist das Planwerk weitgehend bearbeitet. Gemeinderat und Steuerungsgruppe haben sich in einem Workshop nun gemeinsam die Frage gestellt: Wohin soll der Weg in den kommenden Jahren führen? Darüber berichtet die Stadtverwaltung Dornstetten in einer Pressemitteilung.

 

Sechs Präsentationswände voller Ideen und Maßnahmenvorschlägen standen am Ende als Ergebnis im Bürgersaal des Rathauses. In kleinen gemischten Arbeitsteams sammelten Gemeinderat und Steuerungsgruppe – das Vertretungsgremium der Dornstetter Bürgerschaft, der Wirtschaft und der Organisationen sowie des Vereinslebens – alles, was ihnen aus den Reihen ihrer Vertretungsgruppen mit auf den Weg gegeben wurde.

Die Welt sieht anders aus als vor zehn Jahren

„Wir haben im Programm der Stadtentwicklung die Chance, Themen weiterzudenken, die nicht im regulären Ressourcenplan gestemmt werden können. Hier können auch weiche Themen aufgegriffen werden, die hinter den dringenden Pflichtaufgaben zurückstehen müssen“, wird Tina Eberhardt von Aprinum, die den Workshop moderierte, zitiert.

Denn eines habe Dornstetten in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam mit den Bürgerteams bewiesen: Der ideale Weg mag zwar oft unerreichbar oder unerschwinglich sein. Doch mit Initiative, Engagement und gegenseitigem Vertrauen haben Bürgerteams, Gemeinderat und Stadtverwaltung Themen und Projekte gestemmt, die man sich zuvor kaum hätte vorstellen können. „Wir sind sehr stolz auf das, was wir gemeinsam geschafft haben“, so Bürgermeister Bernhard Haas. „Jetzt möchten wir die Energie mit in die nächste Dekade nehmen.“

Hier stehen Themen im Raum, die zumindest im Überbegriff vertraut klingen: Friedhof, Innenstadtbelebung, Nachhaltigkeit, oder ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Kernstadt und Stadtteilen. Doch gerade anhand dieser Punkte sei deutlich geworden: Die Welt und die Rahmenbedingungen heute sehen anders aus als 2015.

Demographische Struktur einer Stadt

Nachhaltigkeit sei inzwischen von einem Randthema zu einem Politikum geworden. In zehn Jahren sortiere sich auch die demographische Struktur einer Stadt um. Themen wie Unterstützung für Menschen mit Handicap oder die Stärkung des städtischen Zusammengehörigkeitsgefühls seien deshalb Daueraufgaben.

Erster Projektaufruf im nächsten Quartal geplant

Die Sammlung an Themen aus dem Brainstorming ist nun in die Verantwortung der Steuerungsgruppe übergegangen. Diese hat die Arbeit bereits in einer ersten Sitzung fortgesetzt und die Maßnahmen hinsichtlich der Zuständigkeiten aufbereitet: Was liegt im Verantwortungsbereich der Verwaltung oder des Gemeinderats – und welche Themen können in Form von Projektteams in die Bürgerschaft gegeben werden?

Im Februar steht die nächste Sitzung der Steuerungsgruppe an. Ziel ist es, im ersten Quartal 2026 einen neuen Projektaufruf starten zu können. „Die Probleme werden komplexer, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem für kleine Kommunen immer schwieriger“, so Haas. Viele Herausforderungen könnten nur noch in Gemeinschaftsleistung von Verwaltung, Gremien und Bürgerschaft gemeistert werden.