War am Mittwoch beispielsweise an der Weinsteige die Alternative zur lahmgelegten Stadtbahn: der Bus-Ersatzverkehr. Foto: 7aktuell

Probleme bei den S-Bahnen sind für Stuttgarter nicht gerade ungewohnt. Am Mittwoch aber sorgte ein Kabelbrand zwischen Degerloch und Bopser bei den Stadtbahnfahrern für Ärger - bis Donnerstagvormittag lief es nicht rund. Wir haben einige Reaktionen gesammelt.

Stuttgart - Signalstörungen, Notarzteinsätze, defekte Weichen: Verspätungs- und Ausfallmeldungen sind für Pendler in der Region Stuttgart keine Seltenheit. Nach einem Kabelbrand im Bereich Neue Weinsteige und einem Fahrleitungsschaden in Stuttgart-Degerloch am Mittwoch, der für Chaos im dortigen Stadtverkehr sorgte, war auch am Donnerstagvormittag die Strecke zwischen Degerloch und Bopser noch gesperrt.

Auch in der Redaktion hatten einige Mitarbeiter am Mittwochmorgen eine gute Ausrede fürs Zuspätkommen: "Bei den Öffis ging gar nix!" Mit jeder Störungsmeldung nimmt der Ärger bei den Passagieren naturgemäß zu. In den letzten Tagen gab es vermehrt Zwischenfälle - die allerdings in der Regel den S-Bahn-Verkehr betrafen.

Die Mehrheit der Reaktionen ist eindeutig und lässt sich im Kommentar einer Facebook-Nutzerin zusammenfassen: "Einfach nur nervig". Es werden auch vernichtende Urteile gefällt: "Absolute Katastrophe. Chaos selbst noch am Donnerstag. Aber immer teurer werden." Ein anderer wiederum meint, "Auflösungserscheinungen beim Stuttgarter ÖPNV" auszumachen.

Man kann das Ganze aber auch mit ein wenig Humor sehen - so wie dieser Twitter-Nutzer:

Auch die eine oder andere abenteuerliche Theorie gibt es dort nachzulesen:

Lanze für die Stadtbahn gebrochen

Manche zeigen auch ein wenig Verständnis, zumindest für die Stadtbahn: "Bei der Stadtbahn ist eine Störung ja äußerst selten. Bei der S-Bahn kommt eine Signalstörung o.ä. ja fast täglich vor. Ich fahre den letzten Monat über nur noch mit der Stadtbahn - dort weiß ich wenigstens, dass ich relativ pünktlich ankomme."

In unserem Störungsmelder kommentiert ein Leser, dass trotz aller berechtigter Kritik "morgens in der Rush hour" die Bahn "doch sehr gut" sei - jedenfalls im Vergleich zum Autoverkehr beispielsweise auf den Bundesstraßen10, 14 oder 27. Allerdings: "Wenn man morgens mit der U 12 zum Hallschlag möchte, muss man wie in einer Sardinenbüchse zum Ziel kommen."

Wer also nichts zu meckern haben will, dem bleibt wohl nur: das Homeoffice.

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