Zu den größten und wichtigsten Tiefbaumaßnahmen zählt die laufende Talplatzsanierung. Foto: Ulrich

Welche Sanierung oder Baumaßnahme ist abgeschlossen, welche im Gange – und welche gestrichen oder verschoben? Die Stadt Oberndorf gibt einen aktuellen Sachstand.

Die To-do-Liste in Oberndorf ist jedes Jahr lang – aber wird auch alles umgesetzt? Schließlich haben viele Stadtverwaltungen mit Personalnot zu kämpfen, und nicht selten kommt es bei Baumaßnahmen im Untergrund zu unliebsamen Überraschungen. Den aktuellen Sachstand zum Fortschritt bei den Hoch- und Tiefbaumaßnahmen gab’s jetzt im Gemeinderat.

 

Die größten Maßnahmen in Sachen Tiefbau dürften nicht überraschen. Schließlich sorgen die Sanierung am Talplatz und die Hochwasserschutzmaßnahmen in der Austraße schon seit geraumer Zeit für Aufsehen beziehungsweise Verkehrseinschränkungen und dauern auch noch weiter an.

Weitere aktuelle Baustellen betreffen den Eigenbetrieb Wasserversorgung und die Kläranlage. Bereits erledigt wurden Wasserleitungsarbeiten in Altoberndorf.

Gestrichen wurde im Rahmen der Klausurtagung die geplante Sanierung der Wassertechnik am Robert-Gleichauf-Brunnen. Noch in Planung befinden sich die Sanierung der Krainerwand in der Tuchbergstraße und am Hochbehälter Mühlberg. Beide sollen im Frühjahr 2026 beginnen.

Statik-Probleme in Bochingen

Was die Hochbaumaßnahmen angeht, so wurden 22 Projekte abgeschlossen. Dazu zählen unter anderem die Konzept-Planung für den Schwedenbau, die Sanierung der Tiefgarage auf dem Lindenhof, neue Feuerwehr-Tore in Beffendorf und als zusätzliche Projekte etwa die Schwammsanierung am Altoberndorfer Rathaus und der Abbruch der Härdtner’schen Villa.

Zu den Projekten, die noch in diesem Jahr ausgeführt werden sollen, zählen eine neue Heizung für die Flößerhalle Altoberndorf, die Sanierung des bestehenden Kindergartens in Bochingen – wobei die Außenanlagen 2026 fertig werden sollen – Arbeiten am Kronesaal-Keller in Bochingen, die Sanierung der Turnhallen G1 bis G3 in der Kernstadt, ein Umbau bei der Narrenzunft Hochmössingen, ein neuer Anstrich für die Aistaiger Halle und das Herstellen von Parkflächen bei der Feuerwehr in Bochingen.

Der Sportboden der Neckarhalle wird erstmal nicht erneuert. Foto: Ulrich

Auf der Liste für 2025 stehen aber auch Vorhaben, die noch nicht einmal begonnen wurden. In Bochingen ist das die Sanierung des Pausenhallen-Dachs der Grundschule. Man habe festgestellt, dass die Statik unzureichend sei, weshalb es komplett neu gemacht werden müsse. Das bedeutet in diesem Fall nicht nur Mehrkosten, sondern auch eine Verschiebung in den Haushalt 2026.

Sportboden und Verschattung auf Eis gelegt

In der Kernstadt sollte der Sportboden der Neckarhalle erneuert werden. Dieses Vorhaben wurde aber erstmal auf Eis gelegt, denn das Dach weise Schäden auf, die man zunächst beheben müsse, so Bürgermeister Matthias Winter. Dafür wolle man 2026 einen Förderantrag stellen.

Verworfen habe man den Plan, in eine Verschattung für den Schwedenbau zu investieren. Diese wäre sehr teuer, weswegen man es erst einmal mit Ventilatoren versuche, hieß es im Gemeinderat.

Insgesamt liege man gut im Plan, meinte Bürgermeister Winter. Austraße und Talplatz schlügen „ins Kontor“, weil sie viele Kräfte im Rathaus binden würden.