Auch in diesem Jahr wird auf dem Marktplatz kein Karussell seine Runden drehen. (Archiv-Foto) Foto: Ade

Der für Sonntag, 31. Oktober, geplante Herbstmarkt in Dornstetten ist abgesagt. Als Veranstalterin des Markts habe die Stadt Dornstetten "schweren Herzens" bereits jetzt entschieden, auch den diesjährigen Markt abzusagen, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

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Dornstetten - Die Stadt weist darauf hin, dass sich die Absage nicht nur auf den Krämermarkt mit Kinderkarussell und Spielattraktionen bezieht; betroffen sei ebenso der in Kooperation mit dem Handels- und Gewerbeverein Dornstetten geplante verkaufsoffene Sonntag im Stadtgebiet, da dieser gemäß der "Satzung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass von Märkten an Sonn- und Feiertagen" rechtlich an die Marktveranstaltung gekoppelt ist.

Die erneute Absage eines großen Jahrmarkts in Dornstetten werde sehr bedauert, so die Stadtverwaltung weiter. Die Verantwortlichen seien sich jedoch darüber einig, dass die Unsicherheit im Hinblick auf die Entwicklung des Coronavirus angesichts der Mutationen und die damit verknüpften Prognosen für den Herbst einer sicheren Planung und verantwortbaren Veranstaltung entgegenstünden. Unklar sei zudem, inwiefern derzeit gültige Vorgaben nach der Sommerpause der Infektionslage angepasst werden, so die Stadt. Als Veranstalterin trage man die volle Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und sei nicht bereit, unkalkulierbare Risiken einzugehen.

Kontrolle kaum umsetzbar

Insbesondere eine Begrenzung von Besucherzahlen – je nach Inzidenzstufe mit bis zu maximal 1500 Personen im Freien – lasse sich auf dem kompletten Marktgelände einschließlich der Altstadt nur mit vielen, ganztägig besetzten Zugangskontrollen umsetzen. Dies wiederum sei mitten in der Innenstadt, wo sich Marktbesucher, Kunden der Einzelhandelsgeschäfte und Anwohner begegneten, schwer umsetzbar. Eine gezielte Steuerung der Besucherströme hinsichtlich der einzuhaltenden Personenzahl könne daher nicht sicher gewährleistet werden.

Alle Händler, die sich für den Markt bereits beworben haben, würden über die Entscheidung noch schriftlich informiert, ebenso die betroffenen Schausteller, so die Stadt. Einige Marktbeschicker hätten mit ihrer Bewerbung noch gewartet oder sich bereits telefonisch vorab informiert und verständnisvoll reagiert.

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