Die Stadt- und Kurkapelle Triberg zeichnete junge Talente ebenso aus wie langjährige Mitglieder. Bei 46 Weihnachtskonzerten spielte Jürgen Eschle mit.
Bürgermeisterstellvertreter Klaus Nagel und Joachim Müller aus Schonach, der selbst Musiker aus Leidenschaft, bekennender „Blechschlecker“ und Initiator des fastnachtlichen „Kopfweh-Mendig“ ist, waren bei der Ehrung verdienter Mitglieder der Stadt- und Kurkapelle Triberg sowie der Verleihung von Jugendabzeichen dabei.
Nagel ging kurz auf die Bedeutung des Wortes „Mythen“ ein – mit Mythen sorgten Herrschende für eine positive, manchmal auch gewünscht negative Selbstdarstellung ihrer selbst. Und – er machte ein Kompliment: Wie kaum ein anderer Verein vertrete die Stadtmusik die Wasserfallstadt nach außen.
Juniorabzeichen verliehen
Witzig moderiert wurde die „Nachsitzung“ zumeist von Christian Birkle aus dem Vorstandstrio, unterstützt von seinen beiden Mit-Vorsitzenden Gabriel Kaye und Katharina D’Angelo.
Zunächst aber strahlte vor allem Katharina D’Angelo, denn sie hat ein Auge auf den Nachwuchs und dessen Leistungen. Sie durfte sich zufrieden zeigen – richtig viele Juniorabzeichen, Jugendleistungsabzeichen in Bronze und sogar in Silber konnte sie verteilen. Wer bei der Nachwuchskapelle, den Notenchaoten, das Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt hat, darf dann in der Hauptkapelle mitspielen.
Das Juniorabzeichen legten Elli Becherer, Sofia Dieterle, Simon Dold, Laura Fischer, Simon Kammerer, Ali Khedri und Felix Tutschky erfolgreich ab. Bronze erhielten Lukas Fehr, Finja Osterholzer, Leyla Öztürk, Leni Reffler, Rico Schätzle und Rosa Zähringer. Mit Silber wurden Cora Schierack, Arijna Wernet und Jule Weis dekoriert.
Für langjährige aktive Musikertätigkeit zeichnete das Vorstandsteam neun Mitglieder aus. Felix Arnold, derzeit wegen seiner Ausbildung auf der Ersatzbank, Nina Fleig und Lara Fleig wurden für 15 Jahre aktives Musizieren geehrt.
Seit 20 Jahren sind Sabina Huber, Fabienne Dold und Gabriel Kaye aktiv, und seit 30 Jahren gehört Tanja Engelke der Kapelle an. Zwar für fünf Jahre weniger, trotzdem „größer“ geehrt wurde Lena Finkbeiner – da wurde neben der vereinsinternen Auszeichnung mit goldener Ehrennadel und Ehrenmitgliedschaft auch die Ehrennadel in Silber durch Joachim Müller als Vertreter des Blasmusikverbands verliehen.
Vielseitig einsetzbar
Den Vogel abgeschossen hatte aber ein anderer, der einzige Musiker, der alle 46 Weihnachtskonzerte mitgespielt hat: Jürgen Eschle.
Er ist seit einem halben Jahrhundert, also volle 50 Jahre Musiker, der noch dazu vielseitig einsetzbar ist, er spielt sowohl Trompete und Flügelhorn als auch das „tiefe Blech“ wie das Tenorhorn. „Und er ist auch an der Fasnet nicht totzukriegen“, wie Müller lachend feststellte. Neben der großen Ehrennadel in Gold vom Blasmusikverband erhielt Eschle auch die Ehrenmitgliedschaft des Blasmusikverbands.