Die Teilnehmenden des „Urban Lab“ setzen sich aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, operativen Diensten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft zusammen. Foto: Simone Wießner

Die Stadt Nagold hat ein Instrument geschaffen, das Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum stärken soll: das „Urban Lab Nagold“. Erste Ergebnisse liegen nun vor.

Mit dem „Urban Lab Nagold“ hat die Stadt Nagold einen Entwicklungsprozess gestartet, um Pflege, Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum langfristig zu sichern und zugleich die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, operativen Diensten und Stadtgesellschaft zu stärken. Das „Urban Lab“ versteht sich dabei nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als gezielte Investition in Verständigung, Wirksamkeit und die Zukunftsfähigkeit kommunalen Handelns.

 

Beim ersten „Urban Lab“ im November kamen Mitarbeitende der Stadtverwaltung, operative Dienste sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft erstmals in diesem Format zusammen. Ziel war es, unterschiedliche Wahrnehmungen zusammenzuführen, bestehende Herausforderungen besser zu verstehen und erste Lösungsansätze zu entwickeln. Die Zusammenarbeit erfolgte auf Augenhöhe und mit einem gemeinsamen Blick auf den öffentlichen Raum.

Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen laut Pressemitteilung, dass Nagold im Alltag überwiegend gut funktioniert. Gleichzeitig konzentrierten sich Herausforderungen auf einige wenige, stark frequentierte Orte. Dort entstünden vor allem Probleme im Zusammenhang mit Verhalten und Verantwortungsbewusstsein, Gestaltung und Infrastruktur sowie Kommunikation und Beteiligung. Außerdem sei deutlich geworden, dass viele dieser Themen eng miteinander verknüpft sind und sich nur im Zusammenspiel von baulichen, organisatorischen und kulturellen Maßnahmen nachhaltig lösen lassen.

Fünf zentrale Handlungsfelder

Das „Urban Lab Nagold“ wird fachlich vom Büro Pfalzer begleitet, das den Prozess konzipiert und moderiert. Aus den Beiträgen aller Beteiligten hätten sich fünf zentrale Handlungsfelder herauskristallisiert. Dazu zählten ein stärkeres gemeinsames Verantwortungsgefühl, bessere Information und mehr Transparenz über Zuständigkeiten und Maßnahmen, klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen im öffentlichen Raum, niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten sowie nachvollziehbare Regeln und faire Konsequenzen.

Aus diesen Ergebnissen soll ein gemeinsames Zukunftsbild entstehen. Nagold soll eine Stadt sein, die hell, sicher, sauber und gepflegt ist, digital unterstützt wird und deren öffentliche Räume von Stadtverwaltung und Bürgern gemeinsam getragen und gestaltet werden.

Auf dieser Grundlage will das zweite „Urban Lab“ aufbauen. In der nächsten Phase sollen konkrete Schwerpunkte gesetzt, Lösungsräume definiert und Pilotprojekte entwickelt werden. Ziel sei, erste Maßnahmen zu erproben und das gemeinsam erarbeitete Zukunftsbild Schritt für Schritt umzusetzen.