Weil das Nachbarhaus abgerissen wurde, liegt der Dachgiebel der „Alten Schule“ frei. Dieser soll nun durch einen Fassadenaufbau geschlossen werden. Die Kosten dafür sollen vom Eigentümer des Nachbarhauses getragen werden.
Der Ostgiebel der „Alten Schule“ in der Schulgasse 13, die im Besitz der Stadt Schömberg ist, liegt seit längerem frei. Grund dafür ist der Abbruch des benachbarten Gebäudes in der Gerberstallgasse 1. Ohne den Schutz des direkt angebauten Nachbargebäudes drohe laut Schömbergs Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, Wasser in das Gebäude einzudringen, was etliche Schäden nach sich ziehen könnte.
Versuche, den für den Abbruch des Gebäudes verantwortlichen Eigentümer für den schützenden Fassadenaufbau heranzuziehen, seien bislang erfolglos geblieben.
Ratsmitglied Heiko Gerstenberger regte an, diesen über den gerichtlichen Weg zu den Sanierungsmaßnahmen zu bewegen. Sprenger sieht in einer Klage aber nur geringe Erfolgschancen. Weil die Alte Schule dem Denkmalschutz unterliegt, stehen Fördermittel von Bund und Land in Aussicht, die Stadt müsste dann nur noch 40 Prozent der Kosten stemmen.
Die Verwaltung hat sich bereits Angebote für eine umfassende Sanierung eingeholt: Ein auf Holz basierender Fassadenaufbau mit Wärmedämmung und einem dauerhaft nachhaltigen Verputz schlage mit rund 110 000 Euro zu Buche, eine einfache Folienabdeckung gibt es für 11 614 Euro.
Das Gremium stimmte zu, dass der Ostgiebel der Alten Schule auf Grundlage der vorliegenden Angebote für eine Holzverkleidung und Putzarbeiten im Rahmen des Sanierungsgebiets Rathaus/Bahnhofstraße erfolgen wird.
Im Haushalt 2024 wurden dafür 25 000 Euro eingestellt. Die weiteren benötigen Mittel werden innerhalb von Projekten städtebaulicher Planung in Höhe von 20000 Euro umgeschichtet.
Doch die Verwaltung will nicht aufgeben: Der Eigenanteil, der bei der Stadt Schömberg verbleibt, will diese weiterhin beim Eigentümer des Nachbargebäudes einfordern, die entsprechende Belastung soll zudem im Grundbuch eingetragen werden.