Drei geparkte Fahrzeuge, darunter der Transporter des Spielmobils im Hintergrund, sicherten im vergangenen Jahr den traditionellen Heiligabend-Treff in der Marktstraße ab. Jetzt setzt die Verwaltung auf ein neues Konzept, um die Besucher zu schützen. Foto: red

Mit mobilen Lkw-Sperren will die Stadt den Heiligabendtreff vor dem Wolkenkratzer absichern.

Die Schwestern Ela Yasar und Ela Kurt haben den Wolkenkratzer im September 2024 übernommen – somit war der Weihnachtstreff dort vor einem Jahr der erste unter ihrer Verantwortung. Sie habe deshalb vorher „leichte Panik“ verspürt, erinnerte sich nun Ela Yasar in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Schließlich sei ihr natürlich bekannt gewesen, was da für eine Menschenmenge zu erwarten war.

 

Es sei aber alles gut gegangen, bereits im Lauf des Tages habe sich ihre Nervosität gelegt, da sie gemerkt habe, dass es keine Probleme gibt. Letztlich sei der Weihnachtstreff 2024 der bisher umsatzstärkste Tag gewesen, seit ihre Schwester und sie den Wolkenkratzer betreiben.

Beim diesjährigen Heiligabendtreff, am Mittwoch von 10 bis 16 Uhr, werde die siebenköpfige Mannschaft des Bistros vollzählig im Einsatz sein, kündigt Ela Yasar an. Zum Team gehören auch ihre beiden jüngeren (aber volljährigen) Schwestern Ekim und Ezki, erzählt sie. Darüber hinaus werde man zusätzliche Kräfte einsetzen, um alle Gäste gut bedienen zu können.

Besucher werden an fünf Ständen versorgt

Geplant seien fünf Stände vor dem Bistro – für Glühwein, Punsch, Sekt, Bier und Softdrinks. Sie sehe dem Event diesmal wesentlich entspannter als im Vorjahr entgegen, da sie nun bereits über Erfahrung damit verfüge, sagt Ela Yasar – und dass sie sich auf zahlreiche Besucher freut, die sich vor dem Wolkenkratzer auf Heiligabend einstimmen wollen.

Der Auflauf im Herzen der Marktstraße hat Kultcharakter in Lahr. Man trifft dort alte Freunde und Bekannte, ohne sich mit ihnen verabreden zu müssen, da es für so viele Menschen selbstverständlich ist, vor Heiligabend dort vorbeizuschauen. Gerade um die Mittagszeit kann es ganz schön voll werden, so sehr, dass es an der Stelle in der Marktstraße dann fast kein Durchkommen mehr gibt.

Die mobilen Sperren haben sich bei der Chrysanthema bewährt

Menschenmassen an Weihnachten können indes auch ein Anschlagsziel sein – deshalb setzte die Stadt im Vorjahr zum Schutz der Veranstaltung Fahrzeuge ein, die als Barrieren quer in der Marktstraße standen. In diesem Jahr läuft es aber anders, wie die Verwaltung auf Nachfrage mitgeteilt hat: Man setze auf das Schutzkonzept für größere Veranstaltungen, das der Gemeinderat im Herbst beschlossen hat. Demnach wird am Mittwoch gegen 9 Uhr ein Zufahrtsschutz aufgebaut, der gegen 17 Uhr deinstalliert wird. Verwendet werden dabei die Citysafe-Straßensperren, die schon bei der Chrysanthema im Einsatz waren. Sie werden laut Stadt vom Urteilsplatz her kurz vor der Einmündung Obststraße sowie vom Rathausplatz her kurz nach der Einmündung Rossgasse stehen. Das Verfahren werde man auch beim Silvester-Treff vor dem Wolkenkratzer anwenden.

„Fahrzeug gestoppt“

Bei einem Aufprall kippen die Citysafe-Straßensperren in Fahrtrichtung vornüber. Die Säulenspitzen und die Kante der Bodenplatte verkeilen sich dann im Untergrund und erzeugen ein selbst für große Lkw unüberwindbares Hindernis. „Das Fahrzeug ist gestoppt, zertrümmert und komplett fahruntüchtig“, hebt die Herstellerfirma auf ihrer Internetseite hervor.