Stumpf und staubig: Der Sportboden ist – wie die ganze Sporthalle auf dem Geißbühl – in die Jahre gekommen. Foto: Karina Eyrich

Was passiert in der Sporthalle auf dem Geißbühl, wo die Heizungs- und Lüftungsanlage mächtig Staub aufwirbelt und der Boden dadurch gefährlich rutschig ist für Sportler? Die Stadt Meßstetten hat die erste Weiche Richtung bessere Zeiten schon gestellt.

So viel die Sportler auch wischen und putzen, bevor sie in der Sporthalle der früheren Zollernalb-Kaserne – inzwischen im Eigentum der Stadt Meßstetten – trainieren: Es dauert nicht lange, und der Boden sieht wieder aus wie zuvor. Was die Sportler nicht störte, wäre er durch den Staub, den die betagte Lüfungs- und Heizungsanlage umherwirbelt, nicht auch rutschig und damit gefährlich. So hatte es Jochen Wienke in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtet, nachdem er in seinen Eigenschaften als Stadtrat und Mitglied des Gesamtelternbeirats gebeten worden war, bei der Stadtverwaltung nachzufragen.

 

Reiskörner vor dem Besen: Die Lüftungs- und Heizungsanlage bläst allerhand in die Sporthalle Geißbühl. Foto: Eyrich

Unsere Redaktion hat das ebenfalls getan und erfahren, dass aktuell eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Sanierung der einstigen Bundeswehr-Sporthalle auf dem Geißbühl-Gelände laufe. „Mit den Nutzern – den Vereinen – wurden vor diesem Hintergrund bereits zwei größere Abstimmungstermine abgehalten“, teilt Pressesprecher Volker Bitzer auf Anfrage mit. „Momentan erfolgen Prüfungen in technischer Hinsicht, unter anderem zur Statik.“

Das Verbotsschild stammt noch aus der Zeit der Bundeswehr. Foto: Eyrich

Lange müssen die Stadträte nicht mehr auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie warten: Voraussichtlich in der Gemeinderatssitzung am 22. März sollen sie vorgestellt werden und das Gremium auf dieser Basis die weitere Vorgehensweise beraten. Auch ein möglicher Zeitrahmen für die Sanierung werde dann abgesteckt.

Eines der Waschbecken ist rundum verrostet. Foto: Eyrich

Wie viel das kosten könnte, weiß noch keiner, denn die Kosten sind laut Bitzer bisher noch nicht ermittelt worden.

Kurzfristig helfen will die Stadt den Sportlern, die in der Halle auf dem Geißbühl trainieren, aber schon jetzt und den Boden der Halle maschinell reinigen: „mit einer speziellen rauen Scheibe“, wie Bitzer erklärt.

Auch diese Mahnung war wohl an die sportlichen Soldaten adressiert. /Eyrich

„Diese Vorgehensweise war bereits vor drei Jahren erfolgreich, als die Schmutz-Problematik schon einmal auftrat. Diese Spezial-Reinigung führte damals zu einer deutlichen Verbesserung“, so der Pressesprecher.

Weiß Gott, die Halle ist in die Jahre gekommen. „Harzen verboten“ steht als Mahnung für Handballer auf einem Aushang, den noch der Standortälteste der Bundeswehr – 2014 ist sie aus Meßstetten abgezogen – abgestempelt hat. Auch die anderen Aushänge – „Die Tore sind keine Turngeräte!“ und „Die Duschen sind nicht zum Reinigen von Schuhen gedacht!“ – stammen aus dieser Zeit und waren wohl eher an die sportlichen Soldaten adressiert.

Echt Retro: der Föhn in der Umkleidekabine Foto: Eyrich

Was immer in den Duschen und Sanitärräumen passiert sein mag damals: Es ist ihnen anzusehen. Eines der Waschbecken ist rundum verrostet, der alte Föhn hat seine besten Zeiten ebenfalls hinter sich, und die Fliesen laden zur historischen Betrachtung ein.

Dieser Zustand dürfte, wie aus der Mitteilung der Stadtverwaltung hervorgeht, nun bald ebenfalls Geschichte sein. Dann können alle Sportler, die auf dem Geißbühl trainieren, ihre Zeit wieder zu 100 Prozent dem Training widmen, anstatt den Wischmopp zu schwingen.