Foto: Wilfried Selinka

Aber nicht nur deshalb war die Freude bei der Einweihung der brandneuen Kindertagesstätte in Weildorf groß. Das neue Zuhause ist für Kinder aus der ganzen Stadt.

Die Vertreter der Bauherrschaft, des Gemeinderats und des Ortschaftsrats Weildorf, die Architekten und die pädagogischen Fachkräfte strahlten am Freitag bei der Einweihung um die Wette.

 

Dass in Haigerloch die Bereitstellung von Betreuungsplätzen für Kleinkinder an erster Stelle der Agenda steht, unterstrich Bürgermeister Heiko Lebherz in seiner Ansprache.

Er untermauerte dies mit dem Hinweis auf die Wiederinbetriebnahme des Kindergartens in Hart, mit dem Ausbau des Waldkindergartens dort und eben jetzt mit der Neubau der fünfgruppigen, gesamtstädtischen Kindertagesstätte in Weildorf.

Dank an Grundstücksbesitzerin

Zudem seien Bauarbeiten für eine Kinderkrippe in Haigerloch im Gange, man habe die Sanierung des Kindergartens in Owingen gestartet und den Neubau eines Kindergartens in Stetten angestoßen.

Im Rückblick dankte Lebherz der Weildorferin Siglinde Hertkorn für die Möglichkeit, von ihr das Grundstück schräg gegenüber des „Hagastalls“ für den Neubau erwerben zu können.

6,25 statt 6,4 Millionen Euro Baukosten

Für die neue Kita in Weildorf seine nach Angaben des Bürgermeisters einige Fördermittel geflossen. Aus dem Ausgleichsstock kamen Mittel von 500 000 Euro und aus der Fachförderung des Landes in Höhe von 545 600 Euro.

Und weil man die Aufträge zum Teil etwas günstiger vergeben konnte, freute sich das Stadtoberhaupt, würden die Kosten für den Kindergarten nach der letzten Kostenprognose statt bei 6,4 Millionen Euro bei 6,25 Millionen Euro liegen. „Es war ein magischer Moment, als nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit die ersten 25 Kinder am 12. Januar 2026 hier angekommen sind. Begonnen haben wir mit insgesamt drei Gruppen“, sagte der Rathauschef.

Kapazität für bis zu 100 Kinder

Weildorfs Ortsvorsteher Armin Hipp bezeichnete die neue Einrichtung als einen „Ort der Geborgenheit in Räumen, die Wärme ausstrahlen“ und nannte Haigerloch ein „gutes Beispiel in Bezug auf die Schaffung ausreichender Betreuungsplätze für die in Zukunft heranwachsenden Kinder“. In der neuen Kindertagesstätte in Weildorf sei Platz für bis zu 100 Kinder aus der Gesamtstadt Haigerloch.

Einrichtungsleiterin Christina Hipp nannte eine Kita den Grundstein für Zusammenhalt, frühkindliche Bildung, Geborgenheit und das Sammeln von Erfahrungen fürs spätere Leben. Auch ihr Dank war allumfassend.

Ideale Atmosphäre für Kinder geschaffen

Schließlich führte Architekt Theo Härtner vom Büro Härtner Architekten aus Stuttgart aus, dass die Planung einer Kindertagesstätte etwas Besonderes sei, weil es hier nicht zuerst um Architektur, sondern um das „Kindeswohl“ gehe.

Deshalb sei diese Kita so gestaltet, dass sie Orientierung und Geborgenheit vermittle. Warme Materialien, viel Tageslicht, überschaubare Gruppenbereiche und kleine Rückzugsorte würden laut dem Architekten eine Atmosphäre schaffen, in der Kinder zur Ruhe kommen könnten. Nur wer sich sicher fühle, könne neugierig sein. Und nur, wer sich geborgen fühle, könne wachsen.

Tag der offenen Tür im Sommer

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an Einrichtungsleiterin Christina Hipp ging es über in einen Stehempfang und die Möglichkeit, die neuen Kita-Räume zu besichtigen. Die Bevölkerung der Stadt erhält im Sommer die Möglichkeit, bei einem „Tag der offenen Tür“ die neue Weildorfer Kindertagesstätte näher kennenzulernen.