Die Einäscherung au dem Bergfriedhof wird in ein neues Gebäude verlagert. Derzeit laufen abschließende Prüfungen für die Baugenehmigung.
Aktuell wird das Krematorium, das seit 1939 auf dem Bergfriedhof in Betrieb ist, von einem privaten Betreiber geführt. Dieser Vertrag endet im Oktober 2027, eine direkte Weiterverpachtung an den bisherigen Betreiber ist aus vergaberechtlichen Gründen nicht zulässig. Nach Auslaufen des Vertrags wird die Stadt Lahr das städtische Krematorium deshalb in Eigenregie durch die im Januar 2026 gegründete kommunale GmbH betreiben.
Vorarbeiten für das Projekt laufen bereits, wie die Verwaltung nun einer Pressemitteilung berichtet hat. Erste landschaftsgärtnerische Arbeiten seien erledigt, die Planungen für die weiteren Arbeiten abgeschlossen. Demnächst gehe es an die konkrete Umsetzung, wobei unterschiedliche Bauabschnitte vorgesehen seien.
Das Krematorium wird in ein anderes bestehendes Friedhofsgebäude verlagert. Das neue Krematorium entspreche dann nicht nur dem neuesten Stand der Technik und erfülle damit hohe Umweltstandards, sondern werde darüber hinaus würdigere Abschiedsmöglichkeiten für Angehörige bieten, verspricht die Stadt.
Das Angebot für Trauernde werde sich deutlich verbessern. Geplant seien zusätzliche Angebote wie die Möglichkeit des Verabschiedens außerhalb der bisherigen Zeiten sowie die Einrichtung eines Trauercafés. Dieser Ort soll Raum für einen würdevollen und ruhigen Abschied bieten und darüber hinaus für Veranstaltungen rund um die Themen Tod, Abschied, Trauer und Leben offenstehen.
Auch für das Friedhofspersonal und die Bestattungsinstitute verbessern sich die Rahmen- und damit auch Arbeitsbedingungen deutlich, heißt es aus dem Rathaus. So müssten Bestattungsfahrzeuge künftig nicht mehr über den Friedhofsvorplatz fahren – eine Praxis, die bisher oft bei Trauerfeiern gestört habe – sondern könnten eine gesonderte Ein- und Ausfahrt nutzen.
Aktuell würden die Angebote für die Ofentechnik geprüft; die Auftragsvergaben sollen in den kommenden Wochen folgen. Parallel laufen die Vorbereitungen für die Baumaßnahmen, so dass der Spatenstich bald möglich sei.