Für den Fall, dass es zu einem längeren Stromausfall kommen sollte, sei die Stadt Horb vorbereitet. (Symbolfoto) Foto: Creative Cat Studio – stock.adobe.com

Überall ist vom "Blackout", also einem flächendeckenden Stromausfall die Rede. Wie ist Horb also vorbereitet? Irgendwelche Pläne gibt es, doch um welche es sich konkret handelt, lässt sich die Stadt nicht in die Karten blicken.

Horb - Wo es im Oktober noch beinahe spätsommerlich warm war, rückt jetzt mit großen Schritten der kalte Winter näher und mit diesem die Sorge vor einem Blackout. Viele Kreise rüsten sich derzeit vor einem großflächigen Stromausfall. Fühlt sich also auch Horb gewappnet? Ja, so die Pressesprecher der Stadt. Einen konkreten Plan für den Fall der Fälle ließ sich die Stadt dennoch nicht entlocken.

Wie wird die Bevölkerung gewarnt?

Die Stadt setzt auf Apps. "Hinweise an die Bevölkerung werden unter anderem durch die Warn-App Nina und Biwapp ausgesprochen, aber auch über das Amtsblatt und die Homepage", so Diana Fischer. Aber auch über die Lautsprecher der Feuerwehr oder über das Sirenen-Netz sollen Warnungen erfolgen – dieses muss zunächst jedoch erst ausgebaut werden: "Ein Förderantrag zur Beschaffung von modernen Hochleistungssirenen wurde eingereicht; in der ersten Runde kam die Stadt Horb leider nicht zum Zug", so Fischer.

Gibt es einen Notfallplan oder Notunterkünfte?

"Bei der Stadt Horb existiert ein Notfallplan für einen flächendeckenden Stromausfall", versichert Pressesprecherin Diana Fischer. Darin seien jeweils die Maßnahmen der Feuerwehr bei Stromausfällen über einer Stunde, unter drei Stunden sowie über drei Stunden geregelt.

Hier gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Das Feuerwehrzentrum Horb in der Eugen-Bolz-Straße 1 verfügt über ein Notstromaggregat, das im Notfall kritische Infrastrukturen wie die Wasserversorgung und die Kläranlage mit Energie versorgen kann. Diese Notstromeinspeisung soll ausgebaut werden, "Zug um Zug, so wie es die finanziellen Möglichkeiten zulassen", gibt Inge Weber von der Pressestelle Auskunft. Und hier auch der Clou: Die Notstromversorgung der Feuerwehr ist zwar auf mehrere Tage ausgelegt, allerdings sei diese nicht zu verwechseln mit einer flächendeckenden Versorgung für die Stadt. "Hier ist jede Bürgerin und jeder Bürger angehalten, selbst Vorsorge zu treffen", so die Pressesprecherin.

Wie ist es mit anderen Plänen?

Es habe interne Abstimmungen zwecks Notfallplänen gegeben, so Inge Weber. Allerdings sei es hier eher um einen "behördeninternen" Benachrichtigungsplan gegangen, der nun im Entwurf stehe. Was dieser genau vorsieht, bleibt zunächst also im Dunkeln.

Laut Diana Fischer und Inge Weber bleibt den Bürgern vor allem eins übrig: Vorrat schaffen. "Wir empfehlen den Horber Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von einem Blackout, einen ausreichenden Lebensmittelvorrat sowie eine Haushaltsapotheke und weitere Artikel wie Batterien, ein Radio et cetera zu Hause zu haben", so Fischer.