Bei ihrem Digital-Angebot setzt die Stadt Freudenstadt unter anderem auf einen Chatbot. (Archivbild) Foto: Rath/Stadtverwaltung

Die Stadt Freudenstadt treibt ihre Digitalisierung voran. Die Freie Wählervereinigung wünscht sich dabei konkrete Ziele – die die Verwaltung zeitnah vorlegen will.

Die Künstliche Intelligenz hat im Bürgerservice der Stadt Freudenstadt bereits Einzug erhalten – ein Chatbot bietet Bürgern auf der städtischen Website seine Hilfe an. Die Freie Wählervereinigung (FWV) im Gemeinderat wünscht sich aber noch mehr digitale Angebote für Bürger – und beantragte daher einen Zwischenbericht der Verwaltung, wie die Angebote erweitert werden können und wo die Verwaltung bei der Digitalisierung ihrer internen Abläufe steht. Dazu forderte die Fraktion Ziele für die Jahre 2026 und 2027, wie sie auch die Digitalisierungsrichtlinie vorsehe.

 

Die Verwaltung zeigte sich damit einverstanden: Dem Antrag werde entsprochen, heißt es im Beschlussvorschlag. Über den Stand der Umsetzung der 2025 verabschiedeten Digitalisierungsstrategie werde im Gemeinderat informiert. Auf die Planungen für 2026 und 2027 werde „Bezug genommen“.

Fraktionsvorsitzende Beate Gernsheimer zeigte sich damit nicht ganz zufrieden: „Auch hier fehlen wieder die Ziele“, sagte sie wie zuvor schon beim Antrag der FWV zur Verwaltung der Liegenschaften. Oberbürgermeister Adrian Sonder betonte daraufhin: „Es gab in den letzten 15 Jahren keine Digitalisierungsstrategie der Stadt Freudenstadt.“

Dass es bis 2025 keine gegeben habe, könne keine Auswirkungen auf die Zukunft haben, antwortete Gernsheimer. Sie plädierte erneut dafür, Ziele für die kommenden ein bis zwei Jahre zu formulieren, die erreichbar und einfach überprüfbar sind. „Das werden wir vor der Sommerpause genau so vorstellen“, versprach Sonder.