In den neuen Räumen lässt sich in heller und freundlicher Atmosphäre wunderbar spielen. Foto: Patrick Ganter

Wo in Villingen derzeit zwischen der Kindertagesstätte KiKripp und der Stadt ein erbitterter Streit um den Erhalt von Kindergartenplätze tobt, hat die Stadt an anderer Stelle das Platz-Angebot ausgeweitet, wie sie in einer Mitteilung bekannt gibt. Die Kita am Deutenberg und die Kita Ziegelbach wurden mit Containern erweitert.

Während des noch herrschenden Streits zwischen der Stadt und der Kindertagesstätte KiKripp meldet sich die Stadt in einer Pressemitteilung zu anderen Kindertagesstätten.

„Um den steigenden Bedarf an Kinderbetreuung abdecken zu können, erweitert und modernisiert die Stadt als dritte geförderte Maßnahme die Kindertagesstätte am Deutenberg“, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Um diese Herausforderung schnell zu bewältigen, habe die die Stadt demnach auf eine Containermodulbauweise gesetzt. Durch einen Verbindungsgang würden die neuen Räume direkt an die bestehende Tagesstätte angeschlossen werden, wie die Stadt erklärt.

Innerhalb der vier wöchigen Bauphase wurden zwei neue Gruppenräume eingerichtet, die für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren und für ältere Kinder geeignet seien Auch seien zwei Schlafräume, ein separater Wickelraum, ein Besprechungsraum, ein Materiallager sowie zwei Sanitärräume für Kinder und Personal, inklusive eines behindertengerechten WC entstanden.

318 Quadratmeter Gesamtfläche

Die insgesamt 318 Quadratmeter große Bruttogesamtfläche biete nach Ansicht der Stadt ausreichend Platz. Zudem profitiere die Kita von flexiblen Einsatzmöglichkeiten der Container, die auch in Zukunft eine einfache Anpassung an mögliche Veränderungen im Raumbedarf ermöglichen würden.

Durch die Erweiterung konnten zusätzlich 27 Kindergartenplätze geschaffen werden, davon 13 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 14 Plätze für Kinder über drei Jahren. Die Kosten für die Erweiterung lagen laut den Angaben der städtischen Pressemitteilung bei knapp 788 000 Euro. Für die Finanzierung überweise der Bund an die Stadt eine finanzielle Förderung in Höhe von 264 000 Euro.

29 Kindergartenplätze mehr in Villingen

Auch die Kindertagesstätte Ziegelbach wurde erweitert. Auch hier kamen Containermodule zum Einsatz. Nun gibt es dort zwei neue Gruppenräume für Kinder unter und über drei Jahren. Zusätzlich wurden zwei Schlafräume, ein separater Wickelraum, ein Besprechungsraum, ein Materiallager sowie zwei Sanitärräume für Kinder und Personal, einschließlich eines behindertengerechten WC, geschaffen. Die Gesamtfläche betrage 331 Quadratmeter. Durch die Erweiterung konnten zusätzlich 29 Kindergartenplätze geschaffen werden, davon 13 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 14 Plätze für Kinder über drei Jahren. Die Kosten für die Erweiterung lagen bei knapp 871 000 Euro, auch hier fördert der Bund die Erweiterung mit 264 000 Euro.

Oberbürgermeister Jürgen Roth (Mitte) lässt sich von Amtsleiter Dieter Kleinhans (links) die Details zum Projekt in der Kita Ziegelbach erklären Foto: Patrick Ganter

Wie die Pressemitteilung der Stadt schreibt, trage die Erweiterung der Kindertagesstätten zur Verbesserung der Kinderbetreuung in Villingen-Schwenningen bei.

Stadt VS bekommt Förderung

Die Stadt Villingen-Schwenningen stellte, wie sie schreibt, insgesamt vier Förderanträge für die Kindertagesstätte Am Ziegelbach, Kindertagesstätte Deutenberg, Kindertagesstätte Kopsbühl und die Kindertagesstätte Hochschule Polizei. Insgesamt fördere der Bund in VS die verschiedenen Sanierungs-, Umbau- und Ausstattungsmaßnahmen der Kitas mit einem Investitionsvolumen von zusammen gut 5,7 Millionen Euro, wie die Stadt weiter berichtet. Der Stadt wurden für diese vier Kitas insgesamt eine finanzielle Förderung von knapp 800 000 Euro zugesagt.

Zur Diskussion um die KiKripp hat Oberbürgermeister Jürgen Roth mittlerweile in einem offenen Brief Stellung bezogen.