Die Eishalle in Freiburg ist in die Jahre gekommen. Foto: Alexander Blessing

Die Zukunft des Eishockeysports in Freiburg bleibt ungewiss. Die Stadt will nun prüfen, ob der Bestandsbau umfassend saniert werden kann.

Wie geht es weiter mit dem Eissport in Freiburg? Die Frage erregt seit Jahren die Gemüter: Die Eishalle, in welcher der Zweitligist EHC Freiburg trainiert und spielt und in der auch der Breitensport in Freiburg seine einzige Eislauf- Möglichkeit hat, ist im Kern nicht mehr als ein Provisorium. Es ist aus den Anfangszeiten des Eissports in der Stadt geboren und gewachsen. Eine Baugenehmigung für die „Echte Helden Arena“ gab es nie, stattdessen wurde sie im Norden der Stadt seit den 1960er-Jahren , von einer offenen Kunsteisbahn unter freiem Himmel, Zug um Zug zum Stadion und dann zur Halle ausgebaut.

 

Seit rund 15 Jahren gilt sie als Sanierungsfall. Der Verein hätte gerne eine neue Halle an der Messe Freiburg gebaut. Die Infrastruktur wäre ideal. Aber das Projekt in Höhe von 55 Millionen Euro scheiterte am Geld, das die Stadt nicht hat und der Verein, der den nötigen Eigenanteil von 12 Millionen Euro nicht stemmen könnte, nicht aufzubringen konnte.

35 Millionen Euro soll die Sanierung kosten

Nachdem Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) zuletzt angekündigt hatte, in Sachen Eishalle im Jahresverlauf mehr Klarheit schaffen zu wollen, wird das weitere Vorgehen nun konkreter: Der Gemeinderat soll nach dem Willen der Stadtverwaltung nun eine Machbarkeitsstudie beauftragen, wie und ob man die EHC-Halle am jetzigen Standort auf Neubauniveau sanieren kann.

Die Rede ist von einem 35 Millionen Euro teuren Projekt, das bis nach der Sommerpause in seinen Grundzügen entworfen werden soll. Der EHC-Vorsitzende Michael Müller hat am Montag die Ankündigung der Stadt begrüßt: „Wir hassen unseren jetzigen Standort ja nicht, und uns läuft die Zeit davon.“ Ohne Neubau oder Sanierung stehe der Profisport auf dem Eis in Freiburg vor dem Aus.

Bei den Plänen der Stadt würde so viel erhaltenswerte Bausubstanz wie möglich bewahrt und durch gezielten Teilabriss und Teilneubau ergänzt werden, hieß es Montag vonseiten der Stadt. Ein ähnliches Vorgehen wurde vor zwei Jahrzehnten auch bei der Uni-Bibliothek vorgenommen. Deren Altbau wurde – bis auf die unterirdischen Archive und einen Fahrstuhlschacht – abgerissen und durch einen aufgesetzten Neubau ergänzt.