Die Meßstetter Kindergartenkinder müssen nun, ähnlich wie Schüler, zwei Mal wöchentlich in der Einrichtung auf das Coronavirus getestet werden. Foto: Steidle

Die Stadt Meßstetten hat mittels einer Allgemeinverfügung festgesetzt, dass am Montag verpflichtend alle Kinder ab drei Jahren, die einen städtischen oder kirchlichen Kindergarten im Stadtgebiet besuchen, wöchentlich zwei Schnelltests pro Woche in der Einrichtung machen.

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Meßstetten - Falls das Kind leichte Erkältungssymptome aufweist, müsste ein weiterer Test auf das Coronavirus erfolgen. Die Stadt Meßstetten orientiert sich mit der Testpflicht in Kindergarten an den Schulen, wo dieses Vorgehen seit Monaten Usus ist. Bisher konnten die Kinder entweder in der Einrichtung oder von den Eltern zu Hause auf das Coronavirus getestet werden; die Heimtests sind laut Tobias Böttner, Sachgebietsleiter Bürgerservice und Ordnung der Stadtverwaltung, nun nicht mehr zulässig. Analog zum Vorgehen in den Schulen ist ein Betreten der Einrichtung ohne diese Tests nicht mehr zulässig; die Eltern wurden in einem Schreiben über dieses Vorgehen informiert.

Testung mittels Lollitests

Zum Einsatz kommen die sogenannten "Lollitests", die den Kindern eine komfortable Schnelltestung ermöglichen; das Personal in den Kindergärten wurde entsprechend geschult. Die Kosten dafür trägt bis auf weiteres die Stadt, jedoch plant das Land Baden-Württemberg laut Böttner ein Erstattungsprogramm. Für Kinder unter drei Jahren gilt weiterhin die Empfehlung zu Hause Schnelltests anzuwenden.

Da es in der Tieringer Kindertagesstätte kürzlich positive Coronafälle gegeben hat, wurde dort bereits regelmäßig getestet; mit der Allgemeinverfügung wird die Regel auf alle Meßstetter Betreuungseinrichtungen ausgeweitet.

Begrenzt bis Basisstufe eintritt

Die Allgemeinverfügung gilt, bis das Land Baden-Württemberg wieder die Basisstufe der Coronaverordnung erreicht. "Der Weiterbetrieb unserer Kitas mit möglichst wenig pandemiebedingten Einschränkungen liegt uns sehr am Herzen", schreibt Meßstettens Bürgermeister Schroft in einem Elternbrief. "Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist das regelmäßige Testen ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der Pandemie", begründet Böttner die Entscheidung der Stadtverwaltung. Der Gemeinderat hat in nichtöffentlicher Sitzung am 19. November diesem Vorgehen zugestimmt.

Aktuell besuchen um die 500 Kinder über und unter drei Jahren die elf Kindergärten in der Gesamtstadt.