Mehr als 50 Kinder bauen an einer Miniaturstadt aus Klemmbausteinen. Für manche ist es die Annäherung an Dornhan.
Mit 56 Kindern und einem großen Mitarbeitenden-Team hatte der Bau der „LEGO“-Stadt am Freitag begonnen, informierte Michael Mäule, Pastor der evangelisch-methodistischen Kirche im Raum Dornhan. Das – mit Küchenmannschaft – etwa 20-köpfige Mitarbeiterteam war mit Bauhelmen und Sicherheitswesten leicht erkennbar. In großen durchsichtigen Kisten waren die Bausteine nach Farben und Größe sortiert.
Auch am Samstag wurde fleißig an der Stadt im Miniaturformat weitergebaut. Schließlich sollte bis zum gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag alles fertig sein. Zu diesem waren auch die Eltern und der Dornhaner Bürgermeister, Markus Huber, eingeladen. Letzterer durfte die neu gebaute Stadt feierlich eröffnen und das rot-weiße Absperrband durchschneiden. Bei dem Gottesdienst unter freiem Himmel waren etwa 150 Menschen, einschließlich der Kinder, teilte Pastor Mäule mit.
Bis es jedoch soweit sein konnte, waren der Einsatz und die Kreativität der Kinder gefordert. In den beiden Tagen bis zur Eröffnung wurde fleißig gebaut. Da entstanden unter anderem ein Fußballstadion, ein Schwimmbad sowie ein Pferdestall mit Tieren. Ein großer, rot-weißer Leuchtturm überragte die Stadt – das größte Gebäude der neuen Miniaturstadt.
Natürlich durfte in einer Stadt auch das Rathaus nicht fehlen. Zwischendurch gab es für die Kinder immer wieder Pausen, in denen es Verpflegung oder eine biblische Geschichte zu hören gab. Letztere wurde auch mithilfe von Lego-Figuren, die an die Wand projiziert wurden, erzählt.
Die Aktion hatte außerdem noch einen praktischen Grund, wie Organisatorin Brigitte Fischer erklärte: Die Mädchen-Jungschargruppe zieht nämlich von Betzweiler nach Dornhan um. So hatten die Kinder erstmals die Möglichkeit, die neue Örtlichkeit kennenzulernen. Das Gebäude in Betzweiler stehe zum Verkauf, weshalb die Jungschar verlegt werden müsse.