Von 2028 an wird der Stirlingbau der Staatsgalerie grundlegend saniert. Die Staatsgalerie zieht mit Glanzstücken ins Kunstgebäude am Schlossplatz. Was sagt die Direktorin Christiane Lange dazu?
Vor 40 Jahren als Neue Staatsgalerie eröffnet, muss der Stirlingbau der Staatsgalerie Stuttgart umfassend saniert werden. Von 2028 an wird das Gebäude des britischen Architekten James Stirling ganz geschlossen. Wie von unserer Zeitung berichtet, wird das Kunstgebäude am Schlossplatz für mehrere Jahre Bühne für die Meisterwerke der Moderne. Wie sieht Staatsgaleriedirektorin Christiane Lange dies? Wir haben nachgefragt.
Frau Lange, die Schließung des Stirlingbaus der Staatsgalerie ist auf 2028 terminiert. Ist das richtig?
Nach aktuellem Stand: Ja. Die Sanierung durch Vermögen und Bau beginnt bereits früher, die notwendige Schließung ist tatsächlich auf 2028 terminiert.
Was muss denn saniert werden?
Es handelt sich um eine vollständige, energetische Sanierung im Sinne von Green Culture. Betroffen hiervon ist die komplette Technik, Kälte, Wärme, Lüftung, Strom, Wasser, Sanitär und Dächer.
Und wie lange werden all diese aufwendigen Arbeiten dauern? Ist es richtig: bis zu zehn Jahre?
Geplant sind die Arbeiten bis Ende 2033, denn zum 50-jährigen Jubiläum des Stirlingbaus 2034 soll die Baustelle auf jeden Fall abgeschlossen sein.
Sie können Ihre Schätze im Kunstgebäude präsentieren. Ist schon klar, welche Werke der Sammlung dort zu sehen sein werden?
Wir denken über ein „very best of Staatsgalerie“ nach, vom Impressionismus über die Klassische Moderne bis zur Gegenwart.
Und wird sich denn ein festes Team der Staatsgalerie um den Auftritt im Kunstgebäude kümmern?
Ja, das ganze Team der Staatsgalerie Stuttgart wird mit dieser großen Herausforderung beschäftigt sein, die ja schließlich auch aufgrund der Schließung des Stirling-Baus die Räumung sämtlicher Sammlungs- und Ausstellungsräume und der Depots nach sich zieht. Dies umfasst rund 6000 Gemälde und Skulpturen.
Schon jetzt hat die Staatsgalerie eine Koordinierungsfunktion. Wie sehen Sie diese bis 2028?
Aktuell betreiben wir das Gebäude und unterstützen so das Archäologische Landesmuseum für die Große Landesausstellung „The Hidden Länd“. Dann bespielen wir das Kunstgebäude mit der Großen Landesausstellung Katharina Grosse. Des Weiteren stehen wir im Austausch mit dem Kunstmuseum, das eventuell 2026 eine Ausstellung im Kunstgebäude präsentiert. Gegen Ende 2026 möchten wir dann im Kunstgebäude eine Surrealistenausstellung zeigen.
Zum Schluss: Mit welchen Gefühlen beschreiten Sie diesen Weg der Staatsgalerie in das Kunstgebäude?
Als Direktorin der Staatsgalerie bin ich überglücklich, dass die längst überfällige Sanierung konkret wird und freue mich, mit unserem großartigen Team die vor uns liegenden Aufgaben zu meistern.