Sigrid Menzel und Guido Eichenlaub haben innerhalb kürzester Zeit ein Testzentrum eingerichtet.Foto: Becker Foto: Schwarzwälder Bote

Corona: Angebot sowohl werktags als auch am Wochenende

St. Georgen. In der Marktpassage besteht seit dem heutigen Dienstag die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. "Für mich ist das eine unglaublich spannende Sache", sagt Betreiber Guido Eichenlaub. Er selbst habe in der vergangenen Woche kaum geschlafen, schließlich habe es unglaublich viel zu organisieren gegeben.

Für das Betreiben eines Testzentrums hätte es zum einen einer Schulung beim Roten Kreuz, zum anderen einer Zulassung vom Gesundheitsamt bedurft. "Dafür braucht es ein ausführliches Konzept", berichtet er. Im Testzentrum würden keine ehrenamtlichen Kräfte, sondern ausschließlich Angestellte eingesetzt. Die Nachfrage sei groß gewesen, 13 Bewerber habe es gegeben, davon sei die Hälfte schon geschult.

Anmeldungen sind online oder per Telefon möglich

Für das Testzentrum gehe man deutlich "in Vorleistung, in Vorfinanzierung rein". Wie man das Geld zurückkriege, sei noch nicht gesichert. "Ich vertraue jetzt einfach mal drauf, dass wir eine Kostenerstattung von den Ämtern bekommen", so Eichenlaub.

"Wir wünschen uns einfach für jeden, der in St. Georgen wohnt oder arbeitet, dass es weitergeht", sagt Mitbetreiberin Sigrid Menzel. Je schneller man die Infektionsketten unterbreche, desto eher können man zur Normalität zurückkehren. Die Initialzündung für Eichenlaub sei gewesen, dass ihn ein Friseur angesprochen und sein Leid geklagt habe.

"In Kürze" werde es die Möglichkeit geben, sich bereits vorab über das Internet für einen Termin zu registrieren und dort auch schon die erforderlichen Daten einzutragen, erzählt der Betreiber. Das beschleunige das Testen vor Ort, schließlich wolle man es den Bürgern "so einfach wie möglich machen", so Eichenlaub.

Natürlich sei auch ein "Zwischenreinnehmen" möglich, allerdings sei dies dann mitunter mit Wartezeiten verbunden. Der Test brauche 15 Minuten, bis er das Ergebnis anzeige. Die Leute könnten nach dem Abstrich sofort gehen und bekämen das Ergebnis dann hinterher aufs Smartphone geschickt. Oder sie bekämen das Ergebnis nach einer gewissen Wartezeit ausgedruckt.

Außerdem sei es möglich, dass die Leute unter Anweisung ihren Test auch selbst machen könnten, etwa wenn man "panisch oder ängstlich sei", so Menzel.

"Wir haben 600 Tests auf Lager", sagt Eichenlaub. Innerhalb von zwei Tagen bekomme man diese nach. Zudem würden gerade Lolli-Tests für Kinder organisiert.

Für die zweiwöchige Testphase gelten laut Eichenlaub folgende Öffnungszeiten: montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 12 Uhr. Um mehr Freiheiten, um mehr kulturelle Veranstaltungen genießen zu können, seien die Schnelltests "mehr und mehr gefragt", so Menzel. Am Wochenende habe das Testzentrum geöffnet, um den Leute auch den Besuch von Altenheimen oder Krankenhäusern zu erleichtern.

Wer sich testen lassen möchte, kann sich unter Telefon 0157/39 38 78 99 melden oder, sobald der Service verfügbar ist, im Internet unter coronatest-st-georgen.de.

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