Perfekte Badebedingungen hat der Klosterweiher in diesem Jahr nicht an allen Tagen geboten. Dazu war das Wetter zu schlecht. (Archivfoto) Foto: Stadtverwaltung

Am Ufer des Kloster­weihers liegen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und dann zur Erfrischung ins kühle Nass springen – die Tage, an denen das in diesem Jahr möglich war, sind schnell gezählt. Entsprechend ernüchternd fällt die Bilanz der Sommersaison aus.

St. Georgen - Rund 13 000 Besucher stehen kurz vor Abschluss der Badesaison am Klosterweiher – zum letzten Mal ist das Naturfreibad an diesem Sonntag geöffnet – unterm Strich. Das teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit. Im Vergleich zur vergangenen Saison ist diese Zahl ernüchternd: Rund 32 000 Besucher hatten 2020 noch ihren Weg an den Klosterweiher gefunden – eine Gästezahl, die etwa dem Niveau der Vorjahre entsprach.

Saisonstart muss auf Juni verschoben werden

Doch was hat die miese Saison verursacht? Da sieht man von Seiten der Stadtverwaltung vor allem zwei Hauptschuldige. Zum einen die Corona-Pandemie, welche die Badesaison verkürzte. Denn am geplanten Termin für den Saisonstart, dem 22. Mai, ließ die Inzidenz im Schwarzwald-Baar-Kreis ein unbeschwertes Baden im Klosterweiher noch nicht zu. Also hieß es warten – bis zum 5. Juni. An diesem Samstag stürzten sich beim traditionellen Anbaden die ersten Gäste ins 16 Grad kalte Wasser.

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Die Badesaison war eröffnet, einem Ansturm auf das Naturfreibad stand nichts mehr im Wege. Oder kaum mehr etwas, denn auch das Wetter – Übeltäter Nummer zwei, was die Bilanz der diesjährigen Sommersaison anbelangt – wollte 2021 einfach ganz und gar nicht mitspielen. Mit Ausnahme einiger schöner und warmer Wochen drückten verregnete Tage mit kalten Temperaturen die Besucherzahlen. Aus Sicht der Stadtverwaltung sorgte das schlechte Wetter als Haupteinflussfaktor für die geringen Besucherzahlen.

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"Wetterbedingt war der Klosterweiher mehrere Tage geschlossen", berichtet Julia Merkle. Hinzu kommt, dass das Wetter auch an einigen Tagen, an denen das Naturfreibad geöffnet war, nicht gerade zum Sprung in den kühlen Klosterweiher einlud. Ein Lichtblick: "Stammgäste kommen auch an nicht so guten Tagen." Und so hätte die Klosterweiher-Bilanz ohne treue Stammschwimmer wohl noch deutlich schlechter aussehen können.

Zusatz-Woche bessert Gästezahlen leicht auf

Ebenfalls zumindest leicht positiv dürfte sich die Verlängerung der Badesaison um eine Woche ausgewirkt haben. Ursprünglich hätte diese nämlich bereits am vergangenen Sonntag, 12. September, enden sollen. Zumindest einige schöne Tage ohne Regen und mit warmen Temperaturen konnten Interessierte damit noch am Klosterweiher verbringen. Auch wenn sich der Himmel in der Wochenmitte verdüsterte, ist man bei der Stadtverwaltung doch alles in allem zufrieden mit der Zusatz-Woche: "Die Woche mehr wurde gut angenommen", berichtet Merkle. Anfang der Woche habe man noch einmal rund 80 Besucher pro Tag an den Klosterweiher locken können.

Ein weiterer Lichtblick für die Stadtverwaltung: Zum ersten Mal seit drei Jahren musste der Klosterweiher nicht während der Badesaison gesperrt werden. Auch in diesem Zusammenhang schlagen sich die vergleichsweise kalten Temperaturen in der Klosterweiher-Bilanz nieder – nur eben mit umgekehrtem Effekt im Vergleich zu jenem auf die Besucherzahlen.