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St. Georgen "Wir scheuen keine Konflikte"

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St.Georgen. Im ökumenischen Gemeindezentrum ist die Ausstellung zum Zivilen Friedensdienst (ZFD) eröffnet worden. Hierzu trafen sich Interessierte, darunter die Friedensstifter Ana und Otto Raffai, die schon mehrfach vor Ort waren. Musikalisch umrahmte Louis Struss auf seinem Saxofon gespielten Friedensliedern den Abend.

Unter dem Motto "Wir scheuen keine Konflikte" wird auf Schautafeln über den ZFD informiert. Dieser unterstützt unter anderem in Krisenregionen und hilft Gewalt zu verhindern, bevor sie ausbricht. Ein Anliegen ist auch, Konflikte friedlich zu lösen. Die Menschenrechte werden zudem geschützt.

Auf einer Schautafel ist zu lesen, dass in Burundi Journalisten trainiert werden. Das vom Bürgerkrieg gebeutelte Sierra Leone wird seit 2002 vom ZFD umsorgt. Auf einer weiteren Tafel ist der serbische Kriegsdienstverweigerer Nenad Vukosavljevic erwähnt. Er floh in den 1990er-Jahren nach Deutschland und ist hier ausgebildet worden.

Im kleinen Kreis haben sich die Anwesenden über Möglichkeiten unterhalten. Martin Höfflin-Glünkin, Gründungsmitglied im Forum Ziviler Friedensdienst, ist es sehr wichtig, dass Menschen für diesen Friedensdienst ausgebildet werden. Er meinte: "Soldaten lernen töten, wir wollen lernen, Konflikte zu meistern". Dafür müssten viele Menschen Schulungen durchlaufen.

Höfflin-Glünkin informierte darüber, dass die Kirchenleitung von Berlin-Brandenburg nach der Wende den Anstoß zum zivilen Friedensdienst neben dem bestehenden Wehrdienst gegeben hat. Im Jahr 1999 startete das Land Nordrhein-Westfalen mit 14 Freiwilligen. Inzwischen arbeiten jährlich etwa 300 Friedensfachkräfte in zahlreichen Ländern. Finanziert wird dies von der Bundesregierung.

Ana Raffai stellte bei ihrer Arbeit fest, dass sich die Menschen nach Werten sehnen. Die Ausbildung zum Friedensaktivisten dauert heute nur noch vier Tage, früher waren es zwölf. Die Anwesenden diskutierten rege miteinander.

Am Donnerstag, 21. November, 19.30 Uhr, referiert Theodor Ziegler im Gemeindezentrum zum Thema "Richte unsere Schritte auf den Weg des Friedens".

Zur Friedensdekade passt der am Mittwoch, 27. November, um 14 Uhr in der katholischen Unterkirche zu sehende Film "Nikolaikirche". Die noch bis 28. November dauernde Ausstellung endet an diesem Tag um 19 Uhr mit dem Friedensgebet.

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