Die Wasserversorgung und alle technischen Einrichtungen bleiben in städtischem Eigentum. Foto: Vaas/Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

aquavilla GmbH kümmert sich bei der Wasserversorgung um die technische Betreuung

Von Dieter Vaas

St. Georgen. Im Gegensatz zum Gas bleibt die Wasserversorgung zu 100 Prozent in städtischem Besitz. Die technische Betreuung hat aber die aquavilla GmbH übernommen, die sich mehrheitlichen in kommunalem Besitz befindet. St. Georgen selbst ist aber kein Gesellschafter.

Seit dem 1. Januar ist die aquavilla auch für die Bergstadt zuständig. Die Gesellschaft wurde im Dezember 2002 von den Gemeinden Furtwangen, Königsfeld, Triberg und Vöhrenbach sowie der EGT gegründet. Der Energieversorger aus Triberg hält aber nur zehn Prozent der Gesellschaftsanteile. Als weiterer Gesellschafter kam Schönwald hinzu. Geschäftsführer Michael Dold stellte das Unternehmen im Gemeinderat der Bergstadt vor.

Die aquavilla ist zuständig für Wassergewinnung und Aufbereitung, die Speicherung, Verteilung, für Neuanschlüsse sowie die Wasserzähleranlagen an allen Abnahmestellen. Sie übernimmt Reparaturen und Unterhaltungs- maßnahmen, kümmert sich um den Bereitschaftsdienst und unterhält über die EGT einen 24-Stunden Leitstelle. Die GmbH betreibt einen eigenen Messwagen zur Leckortung mit Wärmebildkamera und bietet diese Dienste auch Dritten an.

Es gibt Kooperationen mit den Gemeinden Niedereschach und dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV). Seit 2009 arbeitete die GmbH bereits mit St. Georgen bei der Wassergewinnung, Aufbereitung und Speicherung zusammen. Ein Jahr zuvor übernahm sie zudem schon den Bereitschaftsdienst.

40 000 Einwohner ohne Gäste und Studenten

Die aquavilla versorgt rund 40 000 Einwohner (ohne Gäste und Studenten) und betreut 200 Wasserversorgungsanlagen. Das Leitungsnetz ist 650 Kilometer lang. Hinzu kommen rund 90 Kilometer Hausanschlüsse. Die Wasserförderung liegt bei 1,9 Millionen Kubikmetern. Das Speichervolumen beträgt über 17000 Kubikmeter in 40 Hochbehältern. 115 Quellen und Gewinnungsanlagen stehen zur Verfügung. Fernwasser liefert die Bodenseewasserversorgung.

Sechs Tiefbrunnen, 43 Druckzonen, sechs Druckunterbrecherschächte sowie 9558 Wasserzähler sind weitere technische Daten. Derzeit sind 10,5 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz liegt bei 1,2 Millionen Euro.

Die Bergstadt bleibt Eigentümerin der Wasserversorgung und behält auch das Satzungsrecht. Stadtverwaltung beziehungsweise der Gemeinderat sind nach wie vor zuständig für Investitionen, das Ausschreibungsverfahren und die Auftragserteilung, die Kundenabrechnung und die Festsetzung des Wasserpreises.

Bürgermeister Michael Rieger versicherte: "Wir müssen nicht und haben auch nicht vor, die Wasserversorgung abzugeben. Sie bleibt in städtischer Hoheit."

Weitere Informationen: www.aquavilla.de