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St. Georgen Wandern als Labsal für Leib und Seele

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Ehrung für die St. Georgener Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins. Landrat Sven Hinterseh (rechts) überreicht die Eichendorff-Plakette an (von links) Naturschutzwart Axel Heinzmann, den stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Vogel, den Ehrenvorsitzenden Artur Maier, den langjährigen Wanderwart Walter Meder und die Vorsitzende Heide König. Fotos: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stephan Hübner

St. Georgen. Die Eichendorff-Plakette erhielt die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins, deren Mitglieder am Wochenende ihr 125-jähriges Bestehen feierten.

Nach der Begrüßung durch die Stadtmusik erinnerte die Vorsitzende Heidi König an die Anfänge der Gruppe im Jahr 1888 mit 20 Mitgliedern. Inzwischen habe der Verein etwa 300, der sehr aktive Vorstand bestehe aus 13 Personen, die "kreativ und konstruktiv zusammenarbeiten", so König. Viele brächten sich als Wanderführer oder Wanderheimbewirter ein. Die kostenlose Festschrift bilde vor allem die letzten 25 Jahre ab, um zu zeigen, was angeboten werde.

König lud zum Entdecken des von der Ortsgruppe errichteten und gepflegten 16 Kilometer langen Heimatpfades ein. Der war in der Stadthalle mittels Tannenbäumen und Plakaten nachgebildet.

Der Verein sei geprägt von Liebe und Achtung zur Natur, so Bürgermeister Michael Rieger, verbunden mit der Erkenntnis, dass die einzigartige Schwarzwaldlandschaft für viele eine "Märchenwelt auf der Landkarte ihrer Seele" darstelle. Wandern sei Labsal für Leib und Seele. Er wisse selbst wie gut es tue, einfach mal los zu laufen und für sich zu sein.

23  000 Kilometer betreue der Schwarzwaldverein in vorbildlicher Weise. Die Ortsgruppe habe ganz wesentlichen Anteil an der Fremdenverkehrsförderung und wecke auf spielerische Art und Weise das Interesse schon der Jüngsten an der Natur. Rieger erinnerte an Wurstsalatwanderung und Feste im Lindenbüble.

Fritz Weisser überbrachte Grüße vom Alpenverein und lobte die immer sehr gute Bewirtung im Wanderheim. Es sei toll, mich welchem Engagement gearbeitet werde, so die Bezirksvorsitzende Monika Recktenwald.

Der Schwarzwaldverein sei nicht nur Wandern sondern auch Heimat- und Brauchtum, Naturschutz, Familienarbeit und Geselligkeit, so Hans-Martin Stübler Vizepräsident des Schwarzwaldvereins aus Freiburg. Anlässlich der Verleihung der gleichnamigen Plakette erinnerte er an den Dichter der Romantik Josef von Eichendorff, von dem das Buch "Aus dem Leben eines Taugenichts" stammt. Darin gehe es um Freiheit und Individualität und eine Bevölkerung, die den Gedanken des Wanderns uns Sporttreibens aufnahm.

"Der Weg wurde das Ziel", so Stübler. Wandern heiße, sich auf Zeit von gewohnter Bequemlichkeit zu verabschieden. Es belohne mit neuer Natur- und Körpererfahrung.

Künftig wolle der Verein dem Schulwandern einen neuen Stellenwert geben und Gesundheitswanderführer suchen. Stüber erinnerte an Konfliktpunkte wie die Windkraft. Hier sei es gelungen, Sensibilität für die Landschaft zu entwickeln. Er versicherte, dass im geplanten Nationalpark auch künftig wandern möglich ist.

Er wisse, wie viel Gewinn es bringe, sich in schöner Landschaft zu bewegen, so Landrat Sven Hinterseh. Wer heute wandere habe sich ganz bewusst dafür entschieden, es seien nicht mehr "altmodische Leute mit Gamaschen und Stullen im Rucksack". Hinterseh lobte das "vorzügliche Wanderangebot mit Routen des Schwarzwaldvereins". Der Ortsgrupe gebühre Dank und Anerkennung für ein abwechslungsreiches Programm, Studienreisen oder Seniorentreffs. Hinterseh überreichte die von Bundespräsident Karl Carstens 1983 gestiftete Eichendorff-Plakette an die Vorsitzende König.

Danach unterhielt die Jonglagegruppe des Theater im Deutschen Haus. Zuletzt konnten sich die Gäste an regionalen Spezialitäten wie Ochsenmaulsalat Schmalzbrot oder Zwiebelkuchen gütlich tun.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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