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St. Georgen Wahl will schon 2022 in Peterzell sein

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Beim Spatenstich packen viele Hände mit an: Giovanni Falce (von links), Betriebsrat von Wahl, Jörg Parschat, Niederlassungsleiter der Baufirma Goldbeck, Gökhan Yilmaz und Jörg Burger, beide Geschäftsführer von Wahl, Landrat Sven Hinterseh, Bürgermeister Michael Rieger, Ansgar Heege, Technischer Direktor von Wahl, Viola Kuhn, interne Projektleiterin bei Wahl, Alexander Schöpf, Projektleiter bei Goldbeck, und der Peterzell Ortsvorsteher Klaus Lauble. Foto: Käfer

St. Georgen - Der Spatenstich ist für die Firma Wahl ein wichtiger Meilenstein am Standort St. Georgen. Gleichzeitig ist der Bau ein Vorzeigeprojekt für die Bergstadt und die hiesige Firmenlandschaft.

Die Sonne knallt mit ihrer ganzen Kraft auf die Baustelle an der Schorenkreuzung. Staubwolken türmen sich bis weit hoch über die Bauzäune. Auf dem ehemaligen Grässlin-Areal rollen nun endlich die Bagger und Baumaschinen.

Zwar startet das Großprojekt an der B 33 mit etwas Verspätung – eigentlich wollte die Firma Wahl schon im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen – dafür soll es aber schon in 18 statt wie anfangs geplant 24 Monaten fertiggestellt werden. Am Donnerstag wurde das Bauprojekt in Peterzell offiziell freigegeben.

Die Bedeutsamkeit des Bauvorhabens ist unverkennbar: Das Unternehmen Wahl, das derzeit noch in Unterkirnach beheimatet ist, investiert einen zweistelligen Millionenbetrag am neuen Standort – und das trotz Corona.

Dem Unternehmen gehe es gut, so Ansgar Heege, Director Operations bei Wahl. "Jeder braucht Haarschneidemaschinen", sagt er. Derzeit produziere man am Standort in Unterkirnach in Vollauslastung in einem Drei-Schicht-System.

Offenbar blickt das Unternehmen in eine rosige Zukunft, sowohl was den Markt als auch den Standort betrifft. Peterzell sei der perfekte Standort, so Jörg Burger, Geschäftsführer des Unternehmens. Strategisch günstig an der Bundesstraße gelegen, könnte sich die Lage in Zukunft noch weiter verbessern. Als Beispiele nennt Burger die Anbindung des Ringzugs sowie den Lückenschluss mit der B 523.

Wie Burger auf Nachfrage bestätigt, stehe auch das Mutterunternehmen in den USA voll und ganz hinter der Entscheidung, in Peterzell zu investieren, selbst in der jetzigen Pandemie-Situation.

Ein Aspekt, auf den auch Landrat Sven Hinterseh in seiner Ansprache eingeht: Viele Betriebe würden vor großen Problemen stehen. Umso wichtiger sei es, dass es auch Unternehmen gebe, die in ihre Zukunft investieren.

Vor drei Jahren erhält der Bürgermeister einen Anruf

Bürgermeister Michael Rieger erklärt in seiner Rede, er könne sich noch gut an den Moment erinnern, als vor drei Jahren bei ihm das Telefon klingelte. Ein "anonymer Anrufer", so Rieger, meldete sich am Apparat. Es sei ein Bauträger gewesen, der ein größeres gewerbliches Grundstück suchte, seine genauen Absichten aber zunächst zurückgehalten habe.

Der Bürgermeister machte den Bauträger auf das ehemalige Grässlin-Areal aufmerksam, entscheid sich aber dafür, nicht näher nachzuhaken.

Rückblickend war dies wohl die richtige Entscheidung, schließlich ging es um die Umsiedlung der Firma Wahl von Unterkirnach nach St. Georgen. Von einem "Abwerben" der Firma Wahl könne aufgrund dieses Umstands daher wohl keine Rede sein, wie Rieger versicherte.

Als sich das Vorhaben konkretisierte, wuchs der Druck auf den Bürgermeister. Dies gibt Rieger in seiner Ansprache zum Spatenstich offen zu. Eine wichtige Firma wie Wahl für die Bergstadt zu gewinnen, sei auch für ihn eine Aufgabe, bei der er "Nerven gelassen habe". Sich wirklich zurücklehnen können, habe er sich erst mit dem offiziellen Spatenstich. Dieser ist nun erfolgt.

Mit der Teil-Baufreigabe am Donnerstag begannen die offiziellen Bauarbeiten für den neuen Unternehmensstandort der Firma Wahl in Peterzell. An der Schorenkreuzung soll ein Verwaltungsgebäude mit 3700 Quadratmetern Fläche sowie ein Produktions- und Logistikgebäude mit rund 10 000 Quadratmetern Fläche entstehen. Die Bauzeit soll 18 Monate betragen und ist somit kürzer als die ursprünglich vorgesehenen zwei Jahre. Im ersten Quartal 2022 will die Firma nach Peterzell umziehen. Ein Großteil der Belegschaft wohnt bereits in St. Georgen.

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