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St. Georgen Verbrenner sticht E-Fahrzeug

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E-Mobilität liegt im Trend. Doch wann lohnt sie sich? Dieser Frage ging der Gemeinderat nach.­ Foto: © Björn Wylezich/Fotolia.com Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. In der E-Mobilität liegt die Zukunft – das ist mittlerweile allgemein anerkannt. Große Firmen investieren Millionen in ihr Elektrosegment, Verbote für Verbrennermotoren sind schon länger im Gespräch.

Auch die Stadt St. Georgen musste sich jüngst mit dieser Thematik auseinandersetzen. Angesichts einer Ersatzbeschaffung eines Pritschenwagens für den Bauhof ging es im Gemeinderat um die Frage, ob man ein E-Auto anschafft.

Kaum Angebote, dafür teurer

Laut Stadtbaumeister Alexander Tröndle, hätte der Bauhof prinzipiell nichts gegen ein E-Fahrzeug einzuwenden. Doch deren Leiter Hanspeter Boye, der ebenfalls in der Sitzung anwesend war, betonte: "Ich brauche aber ein Zugfahrzeug." Der neue Wagen müsse also auch für die Aufgaben des Bauhofes ausgerüstet sein.

Dass sich ein E-Fahrzeug derzeit eher im Personenflottenbereich lohne, betonte auch Peter Fichter (SPD). "Die Industrie ist hier noch nicht so weit, adäquate Angebote zu machen", sagte er im Hinblick auf den Bauhof. Auch Marc Winzer (FW) sprach sich für den Kauf eines Verbrenners aus.

Eine Vorreiterrolle sei immer gut, ergänzte Bürgermeister Michael Rieger. "Aber das Fahrzeug muss auch funktionieren." Die Verwaltung hat demnach in einer Kommune, die ein E-Auto für diese Zwecke nutzte, Erfahrungen eingeholt. Das Ergebnis: Umweltfreundliches Fahren ist zur Zeit noch mit einigen Hürden verbunden. Beispielsweise habe es Akku-Probleme gegeben. "Ein klarer Garantiefall, aber das Fahrzeug fällt erst einmal ein paar Wochen aus", sagte Tröndle. Werkstätten für E-Autos seien noch nicht weit verbreitet.

Bilanz der Verwaltung fällt ernüchternd aus

Daher fiel die Bilanz der Verwaltung bezüglich einer Elektro-Alternative ernüchternd aus: Ein vergleichbares Fahrzeug ausfindig zu machen, stellte sich bereits als schwierig dar. Aus wirtschaftlichen Gründen ist die Beschaffung darüber hinaus nicht empfehlenswert. Ein eingeholtes Angebot, so Tröndle, ergab Mehrkosten in Höhe von 67 000 Euro. Trotz Fördermitteln müsste die Kommune einen erheblichen Eigenanteil schultern.

"Wir können uns eine Vorbildfunktion nicht um jeden Preis leisten", sagte Rieger und verwies auf die Differenz von rund 30 000 Euro. Hinzu komme, dass man die Folgekosten im E-Bereich derzeit schlecht abschätzen könnte.

Als Kompromiss schlug Rieger vor, den im Beschluss genannten Pritschenwagen in Höhe von knapp 38 000 Euro zu erwerben und in vier Jahren eine Bilanz zu ziehen. Sollte sich bis dahin die Nutzung von E-Fahrzeugen in diesem Bereich lohnen, könne man den alten Verbrenner verkaufen und auf Elektromobilität umsteigen.

Es war ein Vorschlag, der auf breite Zustimmung stieß. Bei zwei Enthaltungen sprach sich der Rat hierfür aus.

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