Silke Dold (von links) und Elke Henninger sprechen über die Kinderbauernhöfe und gewisse Voraussetzungen . Foto: Hans-Jürgen Kommert

Auf einem Bauernhof gibt es viel zu entdecken und viel zu erleben. Um dieses Leben und ein besseres Verständnis für die Landwirtschaft zu erreichen, machen viele Bauernhöfe in der Umgebung beim Projekt Kinderbauernhöfe mit.

Gut 25 Jahre ist es her, dass das Landwirtschaftsamt Donaueschingen die Arbeitskreise Kinderbauernhöfe und „Auf du und du mit der Schwarzwaldkuh“ gemeinsam mit gastgebenden Landwirtsfamilien ins Leben riefen. Bei Letzterem war es Bedingung, dass die Gäste die Möglichkeit hatten, zu erleben, wie ein Kuh gemolken wird.

 

Birgit Schwarzmeier und ein ehrenamtlicher Vorstand füllten diese Arbeitskreise mit Leben – sie ermöglichten jungen Familien, ihren Urlaub auf einem Bauernhof mit Tieren und einer intakten Umgebung zu verbringen.

Das Eiersuchen bei den Hühnern, Kühe beim Weidegang zu beobachten, beim Melken zu erleben, wo die Milch tatsächlich herkommt, mit dem Bauern Traktor fahren und all die Dinge zu erfahren, die auf einem Bauernhof mit aktiver Landwirtschaft Alltag sind – das war Ziel der teilnehmenden Höfe.

Vielseitige Angebote

Zwischen allerlei Übernachtungsmöglichkeiten haben die Urlauber die Wahl, aus einem breiten Spektrum der Gastgeberfamilien zu wählen. Moderne oder urig-gemütliche Ferienwohnungen, Schlafen im Heu-Bett, im Tiny-Haus oder im Camper – die Auswahl ist groß.

Dazu gibt es je nach Hof viel nebenbei zu erleben: gemeinsame Abende am Lagerfeuer mit Stockbrot oder Grillwurst, Wanderungen mit den Pferden oder dem Esel, aber auch ein Frühstücksservice mit gesunden, regionalen und saisonalen Angeboten.

Die Vielzahl an möglichen Unternehmungen und zusätzlichen Serviceleistungen der Bauernhöfe werden nach wie vor von den Urlauberfamilien geschätzt und gerne angenommen.

„Schwarzwaldkuh“ wird eingestellt

Im November vergangenen Jahres stellte das Landwirtschaftsamt seine Unterstützung der beiden Arbeitskreise ein. Damals wurde entschieden, sie auf ehrenamtlicher Basis als Verein weiterzuführen. Dazu gibt es eine neue Webseite, die auch zu jedem einzelnen teilnehmenden Hof führt: www.kinder-bauernhoefe.de.

Birgit Schwarzmeier (stehend, von links) vom Landwirtschaftsamt Donaueschingen entlässt den Vorstand mit Bernd Nock, Ulrike Löhle, Elke Bähr, Elke Henninger, Silke Dold und die Beiratsmitglieder Andrea Pietrek (sitzend, von links), Christine Müller und Annette Lehmann in die „Selbstständigkeit“. Foto: Verein

Da das Führen von zwei Arbeitskreisen nicht nur sehr zeit-, sondern auch kostenintensiv ist, hat man sich dazu entschieden, den Arbeitskreis „Schwarzwaldkuh“ zum Jahresende 2024 einzustellen. Seither steht die „Schwarzwaldkuh“ im Stall der Schwarzwälder Kinderbauernhöfe – für die Gastgeber der Schwarzwaldkuh und gibt es aber die Option, bei den Kinderbauernhöfen einzusteigen, wozu sie aber schon teils andere Voraussetzungen erfüllen müssen. „Schaukel und Rutsche als Spielmöglichkeiten reichen da nicht aus“, verdeutlichen die Vorsitzende Elke Henninger vom Schweizermichelhof in Brigach und Kassiererin Silke Dold vom Farnbauernhof in Schönwald. Bis dato sind 35 Höfe bei den Kinderbauernhöfen gelistet.

Soziale Medien sind wichtig

Kooperationen mit diversen Unternehmen, zum Beispiel Schwarzwaldmilch und Landorado sind in Planung und teils umgesetzt, wie der Verein verrät. Die Resonanz in den sozialen Netzwerken ist sehr hoch. Täglich können neue Follower und Anfragen verzeichnet werden.

Für die Zukunft ist es ein Ziel, weitere Gastgeber aus dem gesamten Schwarzwald zu gewinnen. Den Gästen den Sinn der Landwirtschaft, den nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen sowie das Wohlergehen der Tiere nahezubringen, genieße dabei hohe Priorität.

Kinder sind Priorität

Besonders das Wohl der jungen Gäste liege den teilnehmenden Gastfamilien am Herzen, denn diese sind zumeist auch die Gäste von Morgen.

Präsentiert werden auf der Webseite nicht nur die Ferienhöfe selbst – auch die jeweiligen Gemeinden bekommen die Möglichkeit, ihre Besonderheiten zu präsentieren, damit Feriengäste auf diese aufmerksam werden.

Aus all diesen Gründen blicken der Vorstand der Kinderbauernhöfe und die jeweiligen Gastgeber optimistisch in die Zukunft – alle freuen sich auf viele begeisterte Kinder auf ihren Urlaubsbauernhöfen.