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St. Georgen Stadt will Grund erwerben

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Foto: Klossek Foto: Schwarzwälder Bote

Alle Fraktionen haben im Zuge des Nachtragshaushaltes beantragt, dass eine sechsstellige Summe für einen Grundstückskauf eingeplant wird. Ein genauer Blick in das jüngst verabschiedete Zahlenwerk zeigt: Das ist nicht die einzige Investition in dieser Richtung.

St. Georgen. Wohnraum ist ein heißes Thema in St. Georgen. Allen voran die städtischen Angebote sind begrenzt: Das Baugebiet Glashöfe, das derzeit am westlichen Rand der Kernstadt entsteht, gehört einem Privatinvestor. Und auch auf die teilweise leerstehenden Wohnungen im Quartier Schönblick hat das Rathaus nur begrenzt Einfluss.

Blickt man auf die Website der Stadt, werden dort derzeit zwar zehn Bauplätze angeboten –­ neun davon befinden sich allerdings im Gebiet Alt Schulhäusle im Ortsteil Langenschiltach.

Nicht nur die Kernstadt liegt im Fokus, sondern auch Ortsteile

Bürgermeister Michael Rieger bestätigt auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten, dass die Stadt derzeit nach Wohnbaufläche sucht. "Wir haben viel verkauft, und wir brauchen auch etwas in der Reserve", sagt er.

Bereits in der Zeit bevor Rieger erkrankte, habe man daher im Rahmen einer Klausurtagung mit dem Gemeinderat entschieden, Eigentümer von Grundstücken, die im alten Flächennutzungsplan einst als Wohnbebauung vorgesehen waren, zu kontaktieren. Die Frage: Wer ist bereit, zu verkaufen?

In welchen Bereichen die Stadt auf positive Resonanz stieß, lässt sich nun im Nachtragshaushalt zumindest ein Stück weit herauslesen. Zwar sind Grundstückskäufe grundsätzlich nichtöffentlich, doch darüber, wie viel Geld in welchem Bereich für Grunderwerb eingeplant ist, wird öffentlich Buch geführt.

Den größten Batzen möchte die Stadt in Peterzell investieren: 390 000 Euro sind hier für Grunderwerb vorgesehen, um das Gewerbegebiet Hagenmoos zu erweitern. Im gleichen Ortsteil will man für ein mögliches Baugebiet ein Areal im Wert von 213 000 Euro erwerben. Hinzu kommt dort der in der jüngsten Sitzung von allen Fraktionen vorgebrachte Antrag, weitere 127 000 Euro für einen Grundstückskauf einzuplanen –­ wobei offen blieb, ob hiervon Gewerbe oder Privathaushalte profitieren sollen.

Doch damit nicht genug: An der Goethestraße sieht die Stadt offenbar ebenfalls ein potenzielles Baugebiet. Blickt man auf Satellitenbilder, zeigt sich dort noch eine große Grünfläche. 285 000 Euro sind für den Grunderwerb in diesem Bereich vorgesehen, weitere 220 000 Euro fallen zudem noch für ähnliche Planungen in Brigach an.

Schießen also bald an allen Ecken und Enden der Stadt Häuser in die Luft? Rieger relativiert im Gespräch die Millioneninvestitionen. Das bedeute nicht, dass überall dort in den nächsten Jahren gebaut werde.

Bürgermeister spricht sich in der Sitzung gegen den Antrag aus

"Das sind teilweise auch erst einmal Vorratsflächen", betont er. "Wir brauchen eben Flächen, die wir bei Bedarf zum Baugebiet entwickeln können." Hinzu komme, dass ein Bebauungsplanverfahren heutzutage anderthalb bis zwei Jahre dauere.

Zwar sieht Rieger im Grunderwerb den richtigen Weg – "nehmen Sie die Erweiterung des Ringzugs, besser wir haben Flächen und brauchen sie erst einmal nicht" – doch man merkt auch, dass der Bürgermeister angesichts der nahenden Stadtsanierung vorsichtig ist: Den Antrag der Fraktionen auf einen weiteren Grundstückskauf hatte er als einziger abgelehnt. Sein Kommentar? "Sowas kommt auch nicht alle Tage vor."

Der Antrag ging bei einer Gegenstimme trotzdem durch (wir berichteten), die Kosten für die voraussichtlich noch anfallenden Grunderwerbe stieg damit im Nachtragshaushalt auf knapp 1,3 Millionen Euro. Auch wenn es also nicht morgen passiert: Die Zeichen stehen gut, dass auf der Website der Stadt zumindest mittelfristig wieder mehr Bauplätze zu finden sein werden.

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