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St. Georgen "Sprache ist der Schlüssel für Integration"

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Petra Kroh (links, switch) Corinna Hackenjos (rechts, switch) und die aktuelle Fördergruppe freuen sich auf die Fortsetzung der Förderung durch Wiha. Foto: Wiha Foto: Schwarzwälder Bote

Spenden statt schenken – denen Gutes tun, die es wirklich brauchen: Nach diesem Motto entschied sich die Geschäftsleitung der Wiha, auf traditionelle Weihnachtspräsente zu verzichten und stattdessen soziale Projekte zu fördern.

St. Georgen/Schonach. Zusammen mit Erlösen aus Bar-Getränke-Verkäufen und Tombolas auf Unternehmensfeiern werden von Wiha, einem führenden Hersteller von Handwerkzeugen, 5000 Euro in die Hand genommen. Diese werden an Projekte und Institutionen gespendet, zu denen standortbedingt ein naher Bezug besteht.

Unter anderem dürfen sich in diesem Jahr Markus Esterle von der Stadtverwaltung St. Georgen beziehungsweise Schulleiter Jörg Westermann von der Robert-Gerwig-Schule über 4000 Euro freuen. Diese werden Kindern mit Migrationshintergrund im Rahmen eines Sprach- und Lernförderprojektes zugute kommen.

Ein weiterer Spendenbeitrag in Höhe von umgerechnet 1000 Euro ging dem Kinderhospiz "Pomorskie Hospicjum Dla Dzieci" im polnischen Danzig nahe dem dortigen Wiha-Standort zu. Die Wohltätigkeitsorganisation bietet unentgeltlich medizinische, psychologische, pflegerische und soziale Hilfe für todkranke Kinder und deren Familien an.

"Durch die finanzielle Unterstützung von Wiha können wir die laufenden Projekte erweitern und neue starten", erklärt Schulleiter Jörg Westermann, Adressat der zweckgebundenen Wiha-Spende an die Stadt St. Georgen. Das soziale Projekt richtet sich in Kooperation mit switch (Gesellschaft für lösungsorientierte Pädagogik, Entwicklung und Beratung GbR aus Villingen) ganz gezielt an Schüler mit Migrationshintergrund. In erster Linie gehe es um gezielte Sprachförderung der Kinder. Zusätzlich spielen Konzentrationsübungen oder Hilfestellungen bei der kulturellen Umstellung, Integration und Eingliederung eine zentrale Rolle, wie Westermann weiter ausführt. Die Wiha-Spende kommt für den engagierten Rektor und seine Schule wie gerufen.

Parallel zum Regelunterricht werden die Kinder in mehreren kleinen Gruppen aus den Klassen eins bis neun der Grund- und Werkrealschule wöchentlich für ein paar Stunden gezielt herausgenommen und unterstützt.

"Seit 2015 sind insgesamt 220 Flüchtlinge in St. Georgen angekommen, der Großteil davon aus Syrien. Natürlich sind auch viele Kinder und Jugendliche darunter. Und keines dieser Kinder darf auf seinem Weg der Integration und in unserem Bildungssystem verloren gehen", bestätigt auch Markus Esterle, Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadtverwaltung St. Georgen.

Für die Schulen, die Eltern und die Kinder vor allem ist das Einstellen auf die neuen Gegebenheiten nach ihrer Flucht und Ankunft in Deutschland eine Mammutaufgabe.

"Auch die einheimischen Kinder aus Klassen mit teilweise sehr hohen Migrationsanteilen profitieren enorm davon. Mit dem ausgegliederten Förderprojekt besteht eine weitaus bessere Chance auf einen relativ normalen Unterricht", so Esterle.

Großes Plus für alle Seiten

Was sowohl Geschäftsführer Wilhelm Hahn, Esterle als auch Westermann unterstrichen haben, ist das große Plus für alle Seiten, wenn die Integration gelingt.

"Wir freuen uns, ein solch nachhaltiges und wichtiges Projekt unterstützen zu können. Die Sprache ist der Schlüssel, um ein Teil unserer Gesellschaft zu werden und sich in unserer Mitte zuhause zu fühlen. Sie bildet doch erst die Grundvoraussetzung für gute Bildung, Ausbildung und auch Integration. Was Herr Westermann mit seinem Team und switch auf die Beine stellt, ist einfach großartig und wird den Kindern ihr Leben lang helfen", ist sich Wilhelm Hahn, Geschäftsführer von Wiha, sicher.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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