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St. Georgen Seniorenheim-Security kontrolliert Besucher

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Sicherheitskräfte sollen die Ein- und Ausgänge kontrollieren. (Symbolfoto) Foto: David Stuart Productions/ Shutterstock

St. Georgen - Um genau zu wissen, wer im Haus ein- und ausgeht, lässt die Evangelische Altenhilfe in Kürze die Türen von Sicherheitsfirmen bewachen. Das Credo ist klar: Eine Situation wie im Frühjahr darf und soll sich nicht wiederholen.

Im August-Springer-Weg und der Friedrichstraße schrillen angesichts der steigenden Corona-Zahlen im Kreis die Alarmglocken. "Wir sind total scharf gestellt, wir machen wieder richtig dicht", sagt Markus Schrieder, Geschäftsführer der Evangelischen Altenhilfe.

Als im Frühjahr die erste Corona-Welle über St. Georgen schwappte, traf es eines der beiden Seniorenheime besonders hart. Im Lorenzhaus gab es mehrere Todesfälle zu beklagen – ein Zustand, den Schrieder nicht noch einmal erleben möchte. Doch es sei auch klar: Man dürfe die Bewohner nicht wieder so stark isolieren, wie dies Anfang des Jahres der Fall war.

Vorlaufzeit nötig

"Wir werden jetzt die Besuchszeiten runterfahren, auf fünf Stunden am Tag", erklärt Schrieder das weitere Vorgehen. Zudem werde eine Sicherheitsfirma engagiert, die die Eingänge der beiden Häuser kontrolliere, sicherstelle, dass alle die Selbstauskunft ausfüllen, und den Gesamtzustand des Besuchers prüfe. In rund zwei Wochen soll die Maßnahme greifen, da die Umsetzung Zeit benötige.

7000 Euro monatlich

"Das kostet uns monatlich 7000 Euro", sagt der Geschäftsführer. Es sei eine Investition in die Sicherheit der Bewohner, für die man auf die Reserven des Unternehmens zurückgreife. "Das ist eine große Investition, aber es ist es uns auch wert, wenn dafür nichts mehr passiert."

Der Schritt scheint nicht nur wegen der steigenden Zahlen allein notwendig. Während sich die Mehrzahl der Besucher an die Regeln gehalten habe, so Schrieder, habe es dann und wann auch ein paar schwarze Schafe gegeben. Das Personal habe nicht die Zeit, zu kontrollieren, ob die Selbstauskunft vergessen werde oder jemand krank aussehe.

Die gute Nachricht: Derzeit ist sowohl das Elisabeth- als auch das Lorenzhaus frei von Corona. Mittlerweile habe man ein ganzes Handbuch zum Umgang mit dem Virus verfasst, erzählt Schrieder. "Wir hoffen einfach inständig, dass uns nichts passiert", sagt er. Denn beschönigen wolle er nichts: "Das, was im Moment passiert, ist für unsere Einrichtung eine hochprekäre Lage."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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