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St. Georgen Schulen stecken in den letzten Vorbereitungen

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Zwei Absperrbänder weisen den Realschülern ab Montag den Weg. Foto: Neß

St. Georgen - Die Hoffnung, dass das neue Schuljahr ohne Einschränkungen startet, ist schon lange zerplatzt. Abstandsregeln, Maskenpflicht und Co. wird die Schüler auch in Zukunft begleiten. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen in den St. Georgener Schulen auf Hochtouren.

"Wenn wir uns nicht mehr freuen, dann hätten wir den falschen Beruf gewählt", sagt Hubert Ilka, Rektor an der Realschule in St. Georgen, im Hinblick auf den Schulstart am kommenden Montag. Doch bei allem Optimismus merkt man Ilka und seinem Kollegen Ralf Heinrich, Schulleiter des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums, an, dass die vergangenen Wochen nervenaufreibend waren.

"Ich komme mir vor wie ein Krankenhausleiter", meint Heinrich und lacht. Derzeit arbeitet das Team mit Hochdruck an der Umsetzung der Hygienevorgaben, die am 3. September für die Schulen herausgegeben wurden.

Etwa 1000 Schüler werden nach den Ferien an den beiden Schulen in St. Georgen unterrichtet werden. Das sind doppelt so viele wie vor der Sommerpause, somit gehen damit auch einige neue Regelungen einher. "Es sind viele Dinge, die von der Routine abweichen", erklärt Ilka.

Das Schulgelände am Bildungszentrum wurde ausgeweitet, die Straßen um das Zentrum in Spielstraßen umgewandelt. So könne gewährleistet werden, dass die Schüler einzelner Jahrgänge in den Pausen genug Abstand voneinander halten, denn jede Klassenstufe wird ab Montag einen eigenen Pausensektor sowie einen eigenen Eingang zum Schulgebäude haben.

Ein wichtiger Punkt, der aus der neuen Corona-Verordnung für Schulen hervorgeht, ist außerdem das regelmäßige Lüften. Die Schulen sind verpflichtet, alle 45 Minuten für Frischluft in den Räumlichkeiten zu sorgen. "Momentan ist das noch nicht das Problem", erklärt Ilka. Generell könne in der Schule für genug Frischluft gesorgt werden. Dennoch werden die Schüler darauf hingewiesen, sich warm genug anzuziehen, denn auch die Pausen sollen draußen verbracht werden. Bei schlechtem Wetter müssen die Schüler die freie Zeit an ihren Plätzen im Klassenzimmer verbringen und das sei vor allem für die Kleinen schrecklich, erklärt der Realschulleiter. Eine Maskenpflicht gelte auf dem gesamten Schulgelände, sowohl für die Schüler als auch das Personal.

Und was passiert mit denjenigen, die sich nicht an die Regeln halten? Selbstverständlich werde man zunächst verständnisvoll vorgehen und dann peu à peu strenger werden. Aber Heinrich betont: "Wer sich demonstrativ weigert, wird nach Hause geschickt." Dem schließt sich auch Jörg Westermann, Schulleiter der Robert-Gerwig-Schule, an.

Westermann blickt dem Schulstart relativ entspannt entgegen. "Das, was wir vorbereiten können, haben wir vorbereitet", erklärt er, "wir merken, dass wir aus der Routine raus müssen." Auch an der Grund- und Werkrealschule wird der Pausenhof aufgeteilt, jede Stufe werde einen eigenen Eingang nutzen. Alle Erwachsenen müssen eine Maske tragen, für die Grundschüler gilt keine Maskenpflicht.

Auch die Einschulung der Erstklässler wird in diesem Jahr anders ablaufen. Eine Einschulungsfeier mit 200 bis 300 Leuten sei nicht möglich, so Westermann. Deshalb soll es für jede Klasse eine separate Feier in kleinerem Rahmen geben. Die Einschulungsfeier der Fünftklässler findet auf dem Pausenhof statt, wofür trotz Corona ein kleines Programm organisiert werden konnte.

Die Willkommensfeier für die Fünftklässler am Bildungszentrum ist ebenfalls mit Einschränkungen verbunden. Die Kinder dürfen nur ein Elternteil zu der Veranstaltung mitbringen. "Es ist leider mehr Information als Begrüßung", bedauert Heinrich.

Für Ilka und Heinrich seinen nun die ersten zwei Schulwochen entscheidend. "Wir wissen nicht, was auf uns zukommt", erklärt Heinrich. Nach der vielen Organisation in den vergangenen Wochen freue er sich darauf, hoffentlich bald wieder pädagogisch arbeiten zu können.

"Am schwierigsten sind uneinsichtige Eltern", sagt er. Das käme zwar nicht oft vor, doch es fordere unglaublich viel Energie, fügt Ilka hinzu. Deshalb seien sie um die Elternvertretung froh, die hinter den beiden Rektoren steht. "Elternvertreter puffern auch viel ab", erklärt Ilka. Heinrich bittet die Eltern um Vertrauen und darum, ihre Kinder anzuleiten, die Regeln auf dem Schulgelände zu befolgen.

Und was passiert mit den Schülern, die aus Unsicherheit nicht zur Schule kommen möchten? "Darum werde ich mich in den ersten zwei Wochen nicht kümmern", stellt Heinrich klar. Vorrang hätten die Kinder in der Schule. Die Lehrer, die aufgrund des Risikos ausfallen, könne man sowohl an der Realschule als auch am Gymnasium an einer Hand abzählen.

Westermann erklärt derweil, dass die Schüler auch zu Hause eine Schulpflicht haben. Bisher gebe es aber noch keine Abmeldungen für den Präsenzunterricht. Wie viele das tatsächlich betrifft, werde sich deshalb am Montag zeigen. Bis dahin, will der Schulleiter abwarten. Möglich sei eine Materialabholstelle, wie man es auch schon vor der Sommerpause gehandhabt hatte.

Abschließend betont Ilka die "optimale Zusammenarbeit" zwischen dem Gymnasium und der Realschule. Diese sei zwar sehr zeitaufwendig, doch sie rentiere sich. Auch mit anderen Schulen stehe das Bildungszentrum regelmäßig in Kontakt, um sich auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Man könne auch auf die Erfahrungen zurückgreifen, die man bereits zwischen Pfingsten und der Sommerpause sammeln konnte.

An oberster Stelle stehe nun die Gesundheit, gefolgt von der Erziehung und der Bildung. Heinrich betont: "Wir dürfen hinter der Maske nicht die freundliche Atmosphäre verlieren."

Wann geht es in den Schulen los? Die Übersicht:

Die großen Ferien sind vorbei, für die Mehrzahl der Schüler geht es am Montag, 14. September, zurück in die Klassenzimmer.

In der Robert-Gerwig-Schule beginnt der Unterricht am ersten Tag für die Klassen zwei bis vier und sechs bis zehn um 8.25 Uhr mit der Klassen- und Lehrerzuweisung im Pausenhof. Um 12.05 Uhr ist der Unterricht beendet.

Etwas früher, um 8.15 Uhr, starten die Klassen zwei bis vier der Rupertsbergschule. Der Unterricht dauert bis 11.55 Uhr.

Länger schlafen dürfen alle Zweit- bis Viertklässler der Grundschule Peterzell. Ihr erster Tag dauert von 8.50 bis 12.25 Uhr.

Im SBBZ werden bis auf Ausnahme der Erstklässler alle Schüler von 8.20 bis 11.55 Uhr erwartet.

Das Thomas-Strittmatter-Gymnasium plant Unterricht von 8.30 Uhr bis 12.50 Uhr.

Die Klassen sechs bis zehn der Realschule müssen sich um 8.30 Uhr einfinden. In welchem Zimmer sie erscheinen sollen, steht auf der Internetseite www.rsstg.de.

Am Dienstag, 15. September, wird es für alle Fünftklässler ernst. Der Ablauf ist wie folgt: Robert-Gerwig-Schule, 8.30 bis 12.05 Uhr, Treffpunkt Pausenhof der Werkrealschule; Realschule, 10 bis 12.50 Uhr, Beginn in der Stadthalle mit einer Begleitperson; Thomas-Strittmatter-Gymnasium, Treffpunkt 7.50 Uhr in der Stadthalle, nähere Infos auf www.tsg-stgeorgen.de.

Die Erstklässler werden am Mittwoch, 16. September, begrüßt. Geplant ist der Tag wie folgt: Robert-Gerwig-Schule, Klasse 1a, 9.30 Uhr, Theater im Deutschen Haus; Klasse 1b, 10.30 Uhr, Theater im Deutschen Haus; Rupertsbergschule, Klasse 1a, 9 Uhr Aula der Rupertsbergschule; Klasse 1b, 10 Uhr, Aula der Rupertsbergschule; SBBZ, 9.30 Uhr, Einschulungsfeier in der Schule.

Die Grundschule Peterzell begrüßt derweil am Donnerstag, 17. September, um 14 Uhr in der Mehrzweckhalle von Peterzell ihre ABC-Schützen.

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