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St. Georgen Schicksal der Kinder ist vielen egal

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Karla-Maria Schälike ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Foto: Fritzsche Foto: Schwarzwälder Bote

Karla-Maria Schälike setzt sich für behinderte Kinder in Kirgisistan ein. In einem Vortrag am 22. November in der Bergstadt stellt sie ihre Arbeit vor.

St. Georgen. Karla-Maria Schälike lebte in der Sowjetzeit als einzige westliche Ausländerin in Kirgisistan. Durch die Geburt und den Tod ihres Sohnes Gert-Michael kam sie in Berührung mit dem furchtbaren Schicksal, das schwerstbehinderte Kinder in der Sowjetunion erlitten. Als er geboren wurde, war neben ihm ein anderer Junge zur Welt gekommen, dessen Mutter bitterlich weinte und ihren Kopf unter der Bettdecke verbarg.

Um ihr Bett standen Ärzte, beschimpften sie und forderten etwas von ihr. Karla-Maria Schälike wollte verstehen, was vorging. Zu ihrem Entsetzen und Erstaunen erfuhr sie, dass von ihrer Zimmernachbarin gefordert wurde, sich mit ihrer Unterschrift von ihrem Säugling loszusagen, weil er behindert war.

Behinderte Kinder sind bis heute in Kirgisistan von der Gesellschaft völlig isoliert und ihr Schicksal interessiert kaum jemanden. Denn noch immer werden sehr viele behinderte Kinder als bildungsunfähig eingestuft, was ihnen den Weg nicht nur in die Kindergärten und Schulen, sondern auch in jede Form von Sonderschulen versperrt.

Vor 29 Jahren das Kinderzentrum Nadjeschda gegründet

Als Gert-Michael starb, beschloss seine Mutter Karla-Maria, dass sie diesen Kindern mit deren schweren Problemen sie bei der Geburt ihres Sohnes in Berührung kam, helfen wolle. So wurde 1989 das Kinderzentrum Nadjeschda, zu Deutsch Hoffnung, gegründet.

Es erhält seit 29 Jahren keinerlei staatlichen Zuschüsse und wird daher von Spenden getragen. Doch aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten droht nun die Schließung einiger Gruppen.

Am Donnerstag, 22. November, hält Karla-Maria Schälike in St. Georgen einen Vortrag. Im evangelischen Gemeindehaus neben der Lorenzkirche spricht die Initiatorin der waldorfpädagogischen und heilpädagogischen Einrichtungen in Kirgisistan und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes ab 19.30 Uhr über ihre Arbeit.

So gab es beispielsweise in Kirgisistan keine Ausbildung für Heilpädagogen. Dank der Initiative von Karla-Maria und Igor Schälike wurden und werden im inzwischen staatlich anerkannten Seminar von Nadjeschda Heilpädagogen für das ganze Land ausgebildet.

Vortrag über Reise durch Zentralasien im Anschluss

Im Anschluss an den Vortrag stellt Heinrike Wirsig, die das Land in diesem Jahr mit einer Freundin bereist hat, Kirgisistan vor. Sie berichtet von einer Trekkingtour, die sie zusammen mit ihrer Freundin Gisela Elsässer und neun weiteren internationalen Teilnehmern bei einem kirgisischen Unternehmen gebucht hatte.

Die Wanderungen führten über mehr als 3000 Meter hohe Pässe, an Seen vorbei und Flüssen entlang. Übernachtet wurde in einfachen Gasthäusern, in Jurten bei den Hirten oder auch mal im Zelt. Dabei konnte das raue Leben in den Bergen beobachtet werden. Auf jeder Tour waren die Packpferde mit dabei, die nicht nur das Gepäck transportierten, sondern auch mal die müden Wanderer.

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