Jonglagegruppe glänzt in ausverkaufter Premiere im Theater im Deutschen Haus
Von Harald Mittelstaedt St. Georgen. "Das war einfach phantastisch", konnte man nach der Premiere der „Zeitreise“ von zahlreichen Besuchern vernehmen. Sie bekamen von der Jonglagegruppe des Theaters im Deutschen Haus ein grandioses Spektakel geboten. Die Besucher im ausverkauften Theater wurden von gut aufgelegten Akteuren auf eine phantastische Zeitreise, ausgehend vom Urknall bis zur Zukunft auf dem Mond, mitgenommen.
Zur Geschichte: Laura beginnt im Unterricht zu pennen und verfällt in einen Traum. In diesem gelangen sie und ihr Freund Yannick auf mysteriöse Weise durch einen auf dem Müll gefundenen Kriechtunnel in ganz unterschiedliche Zeitepochen und Gegenden der Erde bis sogar zum Mond. Sie treffen dabei auf interessante Menschen mit dem jeweiligen historischen Hintergrund.
Es war toll anzuschauen, wie die 25 Akteure auf der Bühne vor passender Kulisse und dazu ausgesuchter Musik die jeweilige Epoche sowohl schauspielerisch als auch artistisch meisterten. Verstärkt wurde der positive Eindruck durch die zauberhaft angepassten Kostüme. Die grandiose Vorstellung bot dazu zuhauf schwierige Akrobatik und geschickt ausgeführte Jonglage mit Bällen, Keulen sowie dem Diabolo. Dieses wurde den Zeitreisenden Laura und Yannick persönlich vom chinesischen Kaiser und seiner Gefolgschaft vorgeführt.
Gute Körperbeherrschung zeigten die Akteure auf der Bühne zudem auf dem Einrad und den turnerischen Darbietungen. So zum Beispiel beim stilvollen Einrad-Tanz im Schloss von Versailles und bei der akrobatischen Darstellung der Pyramiden im heißen Ägypten oder dem artistischen Zusammenspiel mit Robotern auf dem Mond. Neben Keulen werfenden Neandertalern bekamen die kleinen und großen Zuschauer zudem düster ausschauende Druiden vor den rätselhaften Stonehenge- Aufbauten zu sehen. Utopisch mutete die Kleidung der Mondmenschen und ihrer Roboter an. Dass auch das Weltall nach dem Urknall im Dunkel seine Reize haben kann, zeigte die farbenprächtige Jonglage mit beleuchteten Bällen und Diabolos.
Seit September intensiv geprobt
Insgesamt bekamen die Zuschauer eine grandiose Vorstellung geboten. Das Team um die Ausbildungsleiter Heiko Dohrmann und Andreas Keil sowie die 25 Akteure hatte, wie schon bei den Produktionen "Traumreise" und "Hollywood" im Vorfeld einen hohen Aufwand betrieben, der von den Zuschauern nach deren Bekunden sehr wohl registriert wurde.
Laut Heiko Dohrmann wurde die Idee zur "Zeitreise" schon im Januar entwickelt. Seit September wurde intensiv geprobt. Zu den gewohnten Übungstagen waren laut einer Hauptdarstellerin vor der Premiere einige Sonderproben nötig, um letzte Sicherheit zu gewährleisten. Heiko Dohrmann zollte nach der äußerst gelungenen Premiere nicht nur seinen 25 Akteuren höchstes Lob. Auch der unermüdliche Einsatz der fleißigen Helfer im Vorfeld sowie während der Premiere im kleinen Umkleideraum und der Technik wurde von ihm gewürdigt.
Seine Schlussbemerkung, dass es gar nicht so einfach war, den Akteuren in den kurzen Abständen zwischen den einzelnen "Zeitreise-Stationen" beim Umkleiden und Schminken behilflich zu sein, war für die Besucher leicht nachvollziehbar. Sie honorierten die perfekte Show, angefangen von den einleitenden und begleitenden Filmsequenzen bis hin zu den aufwendigen Vorführungen, mit hoch verdientem Beifall.
Die "Zeitreise" wird am 31. Januar sowie am 1. und 2. Februar nochmals vorgeführt.