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St. Georgen Pastoralreferent führt Tradition der Narrenmesse fort

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Pastoralreferent Benedikt Müller (Mitte) feiert mit zahlreichen Kirchenbesuchern den Wortgottesdienst am Fastnachtssonntag. Rechts die Bergstadtfetzer, die die Messe begleiten. Fotos: Schultheiß Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. Zum traditionellen Gottesdienst mit den Narren hatte die katholische Kirchengemeinde in die St. Georgskirche eingeladen. Viele waren der Einladung gefolgt, auch wenn das Gotteshaus nicht so voll war wie in den vergangenen Jahren.

Es war in der Bergstadt die erste Fastnacht ohne Pfarrer Paul Dieter Auer, der im vergangenen Sommer in den Ruhestand gegangen war und der vor genau 20 Jahren die Tradition des närrischen Gottesdienstes am Fastnachtssonntag begründet hatte. Ohne dieses Zugpferd waren doch einige Plätze in der Kirche leer geblieben.

Der gesamten Feier stand Pastoralreferent Benedikt Müller vor, der viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung des Gottesdienstes investiert hatte. Auf eine gereimte Fastnachtspredigt mussten die Kirchgänger in diesem Jahr verzichten. In seiner Predigt fragte Müller, ob nun der ein Narr sei, der seinem Gegenüber immer wieder vergebe und immer wieder versuche, den Frieden herzustellen, oder der, der Gleiches mit Gleichem vergeltet und sich nichts gefallen lasse.

Die Antwort auf diese Frage fiel leicht, auch anhand des Textes aus dem Evangelium. Müller rief dazu auf, sich immer wieder für den Frieden einzusetzen, im Kleinen wie im Großen. Wer auf dem Boden der christlichen Botschaft stehe, der müsse immer wieder um Frieden ringen und dürfe niemanden ausgrenzen.

Zur den aktuellen Diskussionen in der katholischen Kirche um Themen wie mehr Mitwirkungsrechte für Laien und Zugang zu bestimmten Ämtern für Frauen zitierte er aus der Fastnachtspredigt von Paul Dieter Auer aus dem Jahr 2008. In gereimten Versen hatte dieser damals eindringlich für mehr Demokratie in der Kirche und mehr Teilhabe aller geworben.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst nach guter Tradition von den Bergstadtfetzern, die sowohl mit solistischen Einlagen wie auch bei der Begleitung des Gemeindegesangs überzeugten. An der Orgel spielte Rainer Merckle.

Im Anschluss füllte sich der Gemeindesaal in der Unterkirche rasch, wo bei zünftiger Fastnachtsmusik Frühschoppen und ein deftiger Mittagsimbiss warteten.

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