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St. Georgen Oberkirchenrat prüft Kommissionsvorschlag

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Er soll Kantor und Organist an der Lorenzkirche werden: Jochen Kiene (links) mit Bezirkskantor Marius Mack. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

St. Georgen. Jochen Kiene aus Donaueschingen soll neuer Kantor an der St. Georgener Lorenzkirche werden. Der 1990 in Hamburg-Altona geborene Kirchenmusiker hat sich im Villinger Kirchenbezirk und darüber hinaus bereits einen Namen gemacht.

Am Hamburger humanistischen Johanneum erlangte er das Abitur, um danach in Freiburg Mathematik zu studieren. 2013 legte er das Staatsexamen ab.

Da ihm Musik schon seit Kindesbeinen am Herzen liegt, wandte er sich dem Studium der Schul- und Kirchenmusik an der Musikhochschule Trossingen zu. Bei Johannes Bleicher beschäftigt er sich mit Orgel, bei Michael Alber mit Chorleitung und bei Eckart Manke mit Orchesterleitung. Daneben wird er bei Leonid Dorfmann (Klavier) und Peter Beyer (Komposition) unterrichtet.

Im Sommer 2016 übernahm er die Interimsvertretung der bisherigen Kantorin Heike Hastedt an der Johanneskirche in Villlingen. Ferner leitet er den Männergesangverein Allmendshofen. Viele Konzertbesucher lernten ihn als bereits versierten Organisten kennen und erlebten ihn als einfühlsamen Chordirigenten. Dass er gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen kann, bewies er bei verschiedenen Veranstaltungen und die Mitwirkung in verschiedenen Ensembles bezeugen sein musikalisches Talent. Nach reichlichem Gedankenaustausch entschied sich ein zwölfköpfiges Gremium, darunter Landeskirchenmusikdirektor Kord Michaelis, Bezirkskantor Marius Mack, Dekan Wolfgang Rüther-Ebel, Pfarrer Friedemann Fritsch und Musiklehrer Peter Dönneweg, für Jochen Kiene. Man schaffte sich ein Gesamtbild, um den Kommissionsvorschlag beim Oberkirchenrat in Karlsruhe einzureichen. Dort wird die endgültige Entscheidung fallen, da der Kantor Angestellter der Landeskirche sein wird. Wann er seine Arbeit antritt, wie viele Aufgaben auf ihn auch im Kirchenbezirk zukommen und andere Fragen sind momentan noch offen.

Gut vorbereitet demonstrierte Kiene sein Können an der Weigle-Heintz-Orgel. Der stilistische Umgang mit nord- und süddeutschen sowie französischen Meistern wurde transportiert. Äußerst feinfühlig gelangen die "Desseins éternels" (Ewige Bestimmung) von Olivier Messiaen bei mystischer Ausstrahlung. Mit musikalischer Ausdruckskraft vermittelte er seine schöpferischen Einfälle bei der programmatischen Improvisation über das Kirchenlied "Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude". Phantasievoll waren seine Äußerungen von expressiv-verträumt bis zu Cantus-Firmus-Formulierungen in verschiedenen Tonlagen. Gefallen konnte auch die fein ziselierte D-Dur-Sonate von Franz Xaver Schnitzer oder das nasal bestimmte "Vater unser im Himmelreich" von Heinrich Scheidemann.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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