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St. Georgen Nur Ertüchtigung reicht ihm nicht aus

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St. Georgen (nmk). Im Mai haben die St. Georgener ihre Bürgervertreter gewählt. Sieben Gemeinderäte haben den Sprung ins Gremium geschafft, die in der Amtsperiode zuvor keinen Sitz hatten. In unserer Serie "Sieben Räte, sieben Fragen" stellen wir sie vor. Heute steht Marc Winzer von den Freien Wählern Rede und Antwort.

Herr Winzer, was hat Sie dazu bewegt, als Gemeinderat zu kandidieren?

Schon viele Jahre begleitet mich die Arbeit im Gemeinderat durch den regelmäßigen Besuch der Fraktionssitzungen der Freien Wähler. Mitentwickeln und mitgestalten war schon immer mein Weg, daher habe ich mich auch in der Vergangenheit verschiedentlich engagiert. Sicherlich hat auch das langjährige Wirken meines Vaters im Gemeinderat mich in meiner Entscheidung bekräftigt.

Wo sehen Sie in der Stadt Verbesserungspotenzial und wo liegen die Stärken der Bergstadt?

Eine Stärke der Stadt ist sicherlich die sehr gute Verzahnung und Vernetzung über den Kreis hinweg. Ich bin froh, dass wir eine sehr kompetente Verwaltung haben, die alle Möglichkeiten der finanziellen Förderung prüft und unsere Interessen nach außen vertritt. Das sieht man unter anderem an den vielen Fördergeldern und den aktuellen Themen Radweg auf den Hardt und Ringzug.

In welchen Bereichen möchten Sie sich besonders einbringen?

Hier möchte ich zuerst einmal die Kernstadtsanierung nennen. Ich setze mich dafür ein, dass Plätze mit Erholungswert entstehen. Es sind die kleinen Dinge, die Details, die dazu führen, dass man sich an einem Ort wohlfühlt. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Grün, Ausblick, Licht und Nische. Ein weiterer Punkt ist der Bereich Freizeit: Wir haben viele Sitzbänke mit mittlerweile leider wenig Aussicht. Hier sollte Hand angelegt werden, um wieder für Ausblick zu sorgen. Und für den Winter könnte ich mir ein kleineres Loipennetz vorstellen, das dafür besser gepflegt wird. Der Bereich Falkandresenhöhe ist hierfür ein gutes Beispiel.

Im Juli fand die kon­stituierende Sitzung des Gemeinderats statt. In einem Wort: Wie war für Sie die erste Sitzung?

Spannend.

Die Stadtsanierung ist das wohl bedeutendste Projekt der kommenden Jahre. Wie stehen Sie hierzu?

Wie ich bereits schon angedeutet habe, geht es mir hierbei um Details. Nur Ertüchtigen finde ich nicht ausreichend. Es geht darum, etwas Schönes zu schaffen, mit Ausstrahlung und Aufenthaltsqualität. Dazu gehört für mich zum Beispiel auch der "Rote Löwen". Angenommen, die Stadt hätte fünf Millionen Euro zur freien Verfügung, über deren Verwendung Sie bestimmen. Was würden Sie tun?

Nichts anderes, als das, was der Gemeinderat in der Vergangenheit schon getan hat. Es stehen viele Dinge an, für die wir viel Geld benötigen, so würde ich das Geld nicht für Sondermaßnahmen verwenden. Es geht darum, die verfügbaren Mittel verantwortungsvoll einzusetzen.

Der Job als Bürgervertreter ist mitunter sehr anstrengend. Sitzungen, Vorbereitungen, Präsenztermine. Wie tanken Sie wieder Kraft?

Als Naturfreak gehören lange Radtouren, Läufe und Wanderungen dazu. Aber ebenso wichtig sind mir Treffen mit der Familie und guten Freunden.

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