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St. Georgen Nun komm der Heiden Heiland in Variationen

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Eine musikalische Adventsfeier wird in der Lorenzkirche mit dem Titel "Nun komm der Heiden Heiland" geboten. An der Orgel spielt Jochen Kiene. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. Ein beachtenswertes Orgelkonzert gab Kantor Jochen Kiene in der Lorenzkirche. Er thematisierte das Lutherische Adventslied "Nun komm der Heiden Heiland" in Variationen, legte die Texte mit dem Ergebnis "Wunder" aus und fantasierte über drei vom Publikum favorisierte Gesangbuch-Lieder.

Man durfte den Kantor doppelt bewundern: einerseits als Interpreten bekannter Vorlagen, andererseits als ideenreichen Arrangeur. Die Improvisationen wurden zum plastischen Ausdruck der Texte. Tiefgang wurde bei "Die Nacht ist vorgedrungen" von Jochen Klepper bewiesen. Die Klangwirkung sprach von Grabestiefe, aus der die Melodie emporstieg, eine Ahnung von Geburt und Tod.

Schnarrende Einwürfe

Perlendes Leben erhielt einen Riss, wie auf einer zerkratzten Schallplatte. Bassfetzen, schnarrende Einwürfe und dissonante Passagen ließen den Zuhörer bei verfälschter Melodie im Dunkel. Ganz anders "Ihr lieben Christen, freut euch nun", eingeleitet mit einer Flöte, fortgesetzt im schwungvollen Dreier-Takt bei warmer Registrierung, Klangteppichen, Trompetenklängen, silbrigem Cantus firmus, erweitert zu französischer Romantik und leicht dissonanter und rhythmisch versetzter Moderne, hin zum Organo pleno mit Bassführung, Klangkaskaden und strahlendem Schluss.

Voll barocker Schönheit erklang "Wie soll ich dich empfangen", mit angedeutete Romantik und großem Crescendo zu einem Prunkgemälde gestaltet.

Aus dem berühmten Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach erklang "Nun komm der Heiden Heiland" in Version des BWV 599, die in eine geheimnisvolle Welt entführte und die Erscheinungs- und Auferstehungsidee durch ständig aufwärts steigende Linien versinnbildlichte. Die Nummern BWV 659 und 660 waren als Einheit zu betrachten. Herausragend das erstere in einer komprimierten Formung von Sopranstimme, Melodieharmonik und Imitationskunst. Das andere eine Verknüpfung von nasaler Tiefe, silbriger Registrierung und Klangschattierungen. Mit Samuel Scheidt hatte Kiene einen bedeuteten Mitteldeutschen ausgewählt.

Barocker Schluss-Akzent

Sein "Veni redemptor gentium" wurde zum eindrucksvollen Exempel der Klangmöglichkeiten der Orgel und mit des Norddeutschen Dietrich Buxtehude "Nun komm der Heiden Heiland" wurde ein würdevoller barocker Schluss-Akzent gesetzt.

 
 

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Nadine Klossek

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