Bürgermeister Michael Rieger (Zweiter von links) übergibt den echten sowie einen symbolischen Fahrzeugschlüssel an Gesamtkommandant Christoph Kleiner (von links) und Abteilungskommandant Markus Weißer. Bei der Übergabe mit dabei sind auch die Ortsvorsteher Klaus Lauble und Ernst Laufer.Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder Bote

Feuerwehr: Zusammenlegung der Abteilung funktioniert bestens

St. Georgen-Peterzell - Mit einem "Gerätewagen Transport" (GW-T) nahm die Abteilungswehr Peterzell-Stockburg offiziell ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb.

Zu einem "erfreulichen Anlass in schweren Zeiten" begrüßte Bürgermeister Michael Rieger Abteilungskommandant Markus Weißer, Gesamtkommandant Christoph Kleiner, Markus Esterle, der im Rathaus für Feuerwehren zuständig ist, sowie Klaus Lauble, Ortsvorsteher von Peterzell und Ernst Laufer, Ortsvorsteher von Stockburg.

Wertschätzung der Gemeinde wird deutlich

Die Beschaffung des Fahrzeugs zeigt laut Bürgermeister die Wertschätzung der Gemeinde für die Wehr. Vom Land kam eine Fachförderung in Höhe von 25 .500 Euro, trotzdem musste die Stadt über 176. 000 Euro selbst aufwenden. In diesem Zusammenhang dankte Rieger dem Gemeinderat, der auch "in finanziell schwierigen Zeiten" für die Anschaffung stimmte.

Angesichts immer höherer Anforderungen und immer mehr Einsätzen, 175 im letzten Jahr, sei ersichtlich, dass die Wehr gute Ausrüstung benötige.

Ein 39 Jahre altes Gefährt wird ersetzt

Rieger lobte die "große Arbeit" von Kleiner und Esterle bei der Ausschreibung des Fahrzeugs sowie den "weisen Entschluss", die Abteilungen Peterzell und Stockburg zusammenzulegen.

Auch der Ortsvorsteher dankte für die Arbeit "im Vorfeld". Es sei nicht einfach gewesen, vom Gewicht her zu entscheiden, was aufs Fahrzeug dürfe. Die Anschaffung sei auch eine Stärkung für die Wehr in St. Georgen. Für die mehr als 30-köpfige Abteilung sei es wichtig, Einsatzzeiten einzuhalten und schlagkräftig zu bleiben.

Er freue sich auch für die Bürger von Stockburg, so Laufer. Damit werde ein 39 Jahre altes Fahrzeug ersetzt. Auch damals habe es heiße Diskussionen gegeben. Aber das Gewerbegebiet Hagenmoos-Engele wachse und so sei das Fahrzeug eine wichtige Ergänzung. Nun gelte es, trotz der schwierigen Zeiten damit zu üben und zu proben.

Kleiner dankte Bürgermeister und Gemeinderat für die Unterstützung und eine "unkomplizierte Zusammenarbeit" die "immer hervorragend klappt".

Das GW-T ergänze die Ausstattung der Gesamtstadt und habe einen hohen strategischen Wert. Die Beschaffungsmaßnahmen dauerten von der ersten Planung über Ausschreibung und Bau bis zur Fertigstellung über Übergabe mehr als zwei Jahre. Laut seinen Ausführungen dient ein GW-T vor allem zum Transport von Einsatzmitteln und zu Nachschubzwecken, ist in der Regel aber kein Ersteinsatzfahrzeug. Diese Aufgabe hat in Peterzell ist das vorhandene MLF.

Trotzdem könne man mit dem Neufahrzeug sowohl Brände bekämpfen, als auch technische Hilfeleistungen vornehmen, versicherte Abteilungskommandant Weißer.

Die Unterstützung für die Anschaffung habe es immer gegeben, erklärte er, aber auch Diskussionen. Daraus habe man das Beste gemacht. Feuerwehrtaktisch komme man nun voran, auch wenn die Jugendfeuerwehr das alte Fahrzeug etwas vermissen werde.

Ein Vorteil ist laut Weißer die erweiterte Ausstattung. Teile, welche die Abteilung zuvor abhängig vom Einsatz extra aufladen musste, sind nun standardmäßig mit dabei, darunter ein Sauggerät für Hochwassereinsätze und ein Streuwagen für den Einsatz bei Ölunfällen. Die weitere Beladung besteht unter anderem aus zwei Atemschutzgeräten, einer Steckleiter, einem Stromerzeuger oder einer Motorkettensäge.

Dazu kommen Rollwägen, die etwa 300 Meter Schlauch oder eine Tragkraftspritze beherbergen. Sehr nützlich ist hier eine Hebebühne, um die Ausrüstung aus dem Wagen zu schaffen.

Immer mehr gefalle ihm die Kameradschaft zwischen den Feuerwehrleuten der ehemals getrennten Abteilungen, so Weißer, der sagt: "Wir sind eine eingeschweißte Truppe geworden."