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St. Georgen Neubau zeigt Möglichkeiten nachhaltiger Energienutzung

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Besichtigten den Neubau der EGT (von links): Erik Hugel, Reiner Ketterer, Petra Neubauer, Kirsten Heinzmann, Olaf Wuttke-Greimel und Chris Kühn. Foto: Kaiser Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. Bei seinem Besuch im Schwarzwald-Baar-Kreis besichtigte Chris Kühn, Bundestagsabgeordneter des Kreises Tübingen und Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, den kurz vor der Fertigstellung stehenden Neubau der EGT in St. Georgen.

Erik Hugel, technischer Geschäftsführer der EGT Energie GmbH, hob hervor, dass die EGT mit dem Neubau nicht nur eine Aufwertung der Stadteinfahrt direkt an der B 33 schaffen wollte, sondern auch ein Modellprojekt für innovative Technologien nachhaltiger Energienutzung. Daher wurde das Energiekonzept im Dialog mit dem Büro Ketterer Architekten aus Königsfeld entwickelt. Beispielsweise wurden die Betonbohrpfähle, die aufgrund des relativ weichen Baugrunds für die Gründung erforderlich wurden, mit integrierten Soleleitungen ausgestattet, durch welche die Erdwärme des Baugrunds der Wärmepumpe zur Beheizung des gesamten Gebäudes zugeführt werden kann. Die Wärmepumpe bezieht ihren Strom überwiegend aus der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage. In Verbindung mit den hochwärmegedämmten Fassaden und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung  kann der Energiebedarf für das Gebäude nahezu vollständig selbst gedeckt werden. Im Sockelbauwerk unterhalb des Straßenniveaus wird sich eine Produktionswerkstatt des Wasserzweckverbandes Aquavilla befinden, die neben dem Trinkwassernetz der beteiligten Kommunen über 1500 Einzelbrunnen betreut.

In den dreigeschossigen ovalförmigen Oberbau ziehen die Aquavilla und die EGT-Gebäudetechnik mit ihrer Verwaltung ein, im zusätzlichen Dachgeschoss ist ein Versammlungsraum für knapp 200 Personen mit einer Panoramaausicht und einer vorgelagerten Terrasse untergebracht. Dieser Baukörper wurde nahezu vollständig, inklusive Treppenhaus und Aufzugsschacht, in Massiv-Brettschichtholz ausgeführt. Auch in der Fassade ist der Baustoff Holz erlebbar. Im Inneren steckt Hightech zum Anfassen. Für das Elektroplanungsbüro EGT-Gebäudetechnik soll der Bau zugleich Anschauungsobjekt sein.

Chris Kühn und seine Begleiter Petra Neubauer und Wolfgang Kaiser zeigten sich von der Innovationskraft des ortsansässigen Energieunternehmens mit einer über 120-jährigen Tradition beeindruckt. Hugel skizzierte regionale Energieversorgungskonzepte der Zukunft und machte deutlich, dass es wohl nicht eine Technologie für das gesamte Land geben wird, sondern örtliche Gegebenheiten zu berücksichtigen sind.

Um die Elektromobilität zu fördern, wurde vor dem Neubau bereits eine Ladestation der neuesten Generation installiert. Sobald die Außenanlagen fertiggestellt sind, soll diese in Betrieb genommen werden. Von den jüngsten Beschlüssen der Bundesregierung zu den Klimaschutzgesetzen zeigte sich Hugel enttäuscht und sieht eine Chance auf Nachhaltigkeit und Anreize für technische Innovationen vertan. Hiermit sprach er Kühn aus der Seele.

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