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St. Georgen Natur hat den Vorrang

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Königsfeld (hü). Den Sachstandsbericht zum Naturschutzgroßprojekt Baar stellte Projektleiter Thomas Kring im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr des Gemeinderats Königsfeld vor. Laut Bürgermeister Fritz Link läuft seit 2013 die vorbereitende Kartierung für den Pflege- und Entwicklungsplan. Zehn Kommunen, der Schwarzwald-Baar-Kreis und der Landkreis Tuttlingen sind beteiligt.

Maßnahmen in Königsfeld sind im Landschaftsschutzgebiet Gaienbühl und Mönchsee-Rohrmoos geplant. Ein Ziel ist, Flächen seltener zu mähen und zu düngen, was zum Beispiel Braunkehlchen dienlich wäre. Angestrebt ist zudem ein naturnaher Gewässerverlauf, der Lebensraum für Amphibien oder Libellen soll durch Anlegen eines Tümpels erweitert werden. Auf einem Teil der Fläche sollen Rückzugsstreifen für Tiere entstehen.

Im Waldgebiet ist das Ziel ein struktur- und artenreicher Tannen-Mischwald, entlang der Fließgewässer die Etablierung eines Sumpfwaldes. Bruchwälder oder Grünlandbiotope sollen erhalten werden. Der Waldrand soll locker gestaffelt einen fließenden Übergang zum Offenland bilden. Teile des Waldes im Gewann Steinhalde sollen zu einen Lichtwald und selten Arten im Unterwuchs gefördert werden.

Moorige Bereiche sind durch umliegende Nass- und Streuwiesen interessant, da sich dort seltene Arten finden. Gefördert werden sollen so zum Beispiel seltene Moderhumus-Orchideen und Wintergrüngewächse. Der Gewässerverlauf stellt außerdem eine wichtige Verbindung der Gewässersysteme dar.

Thomas Kring stellte schließlich eine Liste vorkommender aber gefährdeter Arten vor, die erhalten werden sollen. Darunter zum Beispiel Baldrian-Schneckenfalter, Sumpfhornklee-Widderchen, Baumpieper oder Frühlings-Enzian und Breitblättiges Knabenkraut.

In den kommenden Monaten sind weiterführende Gespräche mit Landnutzern geplant. Dabei geht es auch um Pflegeverträge. Es gilt das Freiwilligkeitsprinzip, das heißt, Maßnahmen werden nur umgesetzt wenn Eigentümer und Pächter zustimmen. Geplant sind auch Infotafeln, um Besucher über Renaturierung und andere Aktivitäten aufzuklären.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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