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St. Georgen Menschen mit Handicap tanken Lebensenergie im Allgäu

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Kerstin Patsch (freiwillige Näherin, von links), Doris Meder (FK), Reinhard Mündel (FK), Jürgen Lehmann (Leiter des Freundeskreises) und Bürgermeister Michael Rieger bei der Spendenübergabe.Foto: Käfer Foto: Schwarzwälder Bote

Von Niklas Käfer

St. Georgen. Ab April war das Coronavirus aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Bergstadt reagierte prompt. Fleißige Näherinnen machten sich ans Werk und fertigten in Heimarbeit was der Stoff hergab. Über 600 Masken entstanden auf diese Weise.

Die ehrenamtlichen Näherinnen übergaben ihren hergestellten Mundschutz an die Wirkstatt. Die Einrichtung wiederum verteilte die Masken unter der Bevölkerung gegen einen freiwilligen Spendenbetrag. Rund 1100 Euro kamen so zusammen. Geld, von dem der Freundeskreis für Behinderte in St. Georgen profitieren soll, wie die Stadt nun entscheidet.

Das bei der Maskennäh-Aktion letztlich "nur" der Freundeskreis für Behinderte bedacht wird, ist keine Willkür. Dort, wo "die Not am größten" sei, meint Bürgermeister Michael Rieger, ist das Geld am besten aufgehoben.

Jürgen Lehmann, der den Freundeskreis seit vielen Jahren leitet, ist von dieser Entscheidung sichtlich gerührt. Bei der Spendenübergabe findet er den richtigen Ton und die treffenden Worte, um zu erläutern, wofür der Freundeskreis das Geld braucht. Dabei geht es darum, auch Menschen mit Handicap die Möglichkeit zu geben, über die engen Grenzen des Alltags hinauszuschauen. Zum Beispiel bei einem gemeinsamen Ausflug ins Allgäu.

Jährliches Angebot

Jahr für Jahr versucht der Freundeskreis behinderten Menschen solche Angebote zu machen. Einmal im Jahr ist dies eine größere Urlaubsreise, zwei bis drei kleinere Ausflüge pro Jahr, zum Beispiel in einen Tierpark, kommen in der Regel noch hinzu.

Für viele Menschen sei dies die einzige Möglichkeit "überhaupt rauszukommen", weiß auch Doris Meder, die den Freundeskreis mit leitet.

Dieses Jahr und auch im kommenden Jahr soll die große Fahrt wieder ins Allgäu führen. Mit dem Gästehaus "Allgäuweite" hat die Gruppe eine Unterkunft gefunden, die sich auch für Menschen mit Behinderungen besonders eignet. Rund 20 Menschen mit Handicap und eine ähnliche Anzahl ehrenamtliche Helfer wollen so gemeinsam am Rottachsee eine gute Zeit verbringen.

Wie Gruppenleiter Lehmann hervorhebt, zahlen die Teilnehmer dabei durchaus einen Eigenanteil. Das ganze basiere jedoch auf Solidarität. Auch Behinderte, die sich den Ausflug nicht leisten können, will man mitnehmen. Die Gesamtkosten für die 35 bis 40 Personen starke Fahrt ins Allgäu belaufen sich dabei auf einen Betrag von rund 20 000 Euro. Neben den Spendengeldern aus der Masken-Aktion der Wirkstatt ist der Freundeskreis also auf weitere Zuwendungen angewiesen.

Erster Schritt vom Rat

Den ersten Schritt zu einer größeren Spendenaktion macht der Gemeinderat. Wie Bürgermeister Rieger mitteilt, hätten alle Fraktionen des Gemeinderats spontan dazu zugestimmt, auf ihr Sitzungsgeld für die Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 1. Juli, zu Gunsten des Freundeskreis zu verzichten. Auch unterstützt die Stadt den Freundeskreis bei der Akquirierung weiterer Spendengelder: Menschen, die den Freundeskreis unterstützen wollen, können dies über die Stadtverwaltung tun. Näheres ist bei der Kommune zu erfragen.

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