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St. Georgen Marktplatz verändert sich

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Foto: Neß Foto: Schwarzwälder Bote

Manche Verkaufsräume stehen schon seit Jahren leer, andere wurden erst kürzlich verlassen. Trotz der geplanten Sanierung tut sich derzeit einiges auf dem Marktplatz. Offenbar gibt es sogar einen Interessenten für den früheren Edeka-Markt.

St. Georgen. Erst seit wenigen Stunden war das Büro des ambulanten Pflegedienstes offiziell geöffnet, da schlichen schon die ersten neugierigen Kunden um das Gebäude herum und wagten einen Blick durch das Schaufenster. Direkt am Marktplatz öffnete am 1. September "Nicole’s Pflegedienst" seine Pforten. Zuvor wurden in den Räumlichkeiten E-Zigaretten verkauft, nun verwalten die beiden St. Georgener Nicole Wirich und ihr Mann Ilja von dort aus ihren ambulanten Pflegedienst, mit dem sie sich in die Selbstständigkeit gewagt haben.

Die Pflege sei überfüllt, erklärt Ilja Wirich, die Nachfrage nach dieser Art von Angeboten demnach enorm groß. Viele Pflegebedürftigen wollen so lange wie möglich zu Hause bleiben, doch ambulante Dienste seien Mangelware. Der Standort am Marktplatz sei darüber hinaus, so das Ehepaar, aufgrund der naheliegenden Ärzte passend. "Wir wollen jetzt zusammen durchstarten", erklärt Ilja Wirich. Auch für die Zukunft habe das Ehepaar bereits einige Ideen. Ziel sei es, schnell zu wachsen und irgendwann eine Tagespflege in St. Georgen zu etablieren.

Pflegedienst ist nicht die einzige Veränderung

Dass die geplante Sanierung des Marktplatzes ein Problem werden könne, davon gehen die beiden Selbstständigen nicht aus. "Die Sanierung soll Stück für Stück ablaufen", meint Ilja Wirich. Damit hoffe er, dass sein Geschäft durch das geplante Bauvorhaben nicht behindert werde. In dem Büro sollen nun die Medikamente verwaltet und Aufnahmegespräche geführt werden, das Einzugsgebiet der ambulanten Pflege reiche von Mönchweiler über St. Georgen bis nach Triberg.

Doch der neue Pflegedienst ist nicht die einzige Veränderung im Herzen St. Georgens. In dem daneben liegenden Verkaufsraum stapeln sich, wie ein Blick durch das Schaufenster verrät, Malerutensilien und Werkzeug. Anfang Oktober soll dort die LBS-Beratungsstelle, die sich derzeit noch in den Bürogebäuden der Sparkasse Schwarzwald-Baar am Bärenplatz befindet, einziehen.

Der Umzug erfolge aus platztechnischen Gründen, teilt Bezirksleiter Dennis Ketterer auf Anfrage unserer Zeitung mit. In den Gebäuden der Sparkasse gebe es lediglich ein Büro, das mittlerweile zu klein sei. Das soll sich nun mit dem Umzug ändern.

Derzeit laufen in den zukünftigen Räumlichkeiten noch die letzten Renovierungsarbeiten. "Es wird alles neu gemacht", erklärt Ketterer. Die Technik soll verbessert und die sanitären Anlagen saniert werden. Geplant ist der Umzug am 7. Oktober.

Noch ungewiss ist hingegen, wer die Räumlichkeiten des vom Verein "Gemeinsam anders leben" betriebenen Second-Hand-Ladens gegenüber des Schnellimbisses übernimmt. Das Geschäft zog im April in die Hauptstraße 21 um. Seitdem steht der Verkaufsladen leer.

Interessenten für die Räumlichkeiten am Marktplatz gebe es allerdings bereits, teilt Barbara Dickmann, Inhaberin des Gebäudes, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten mit. Derzeit sei man bezüglich der Sanierung und Gestaltung des Marktplatzes noch mit der Stadt im Gespräch.

"Wir müssen überlegen, was sinnvoll ist", erklärt Dickmann. Schließlich sei es niemandem zumutbar, der dort etwas verkaufen will, mehrere Jahre sein Geschäft in einer Baustelle zu führen. Die Sanierung des Marktplatzes treffe bei den Interessenten dennoch auf positive Rückmeldung. Eine wichtige Frage sei allerdings noch, wie lange das Bauvorhaben andauern wird, so die Inhaberin.

Fitnessstudio könnte Angebot erweitern

Die zukünftigen und neuen Mieter der Marktplatzgeschäfte zeigen sich gegenüber der Sanierung des Platzes optimistisch. Das zeigt auch eine Entwicklung, die Recherchen unserer Zeitung ergeben haben. Für die bereits seit längerer Zeit leerstehenden Verkaufsflächen des früheren Edeka-Markts gibt es offenbar einen Interessenten.

Laut einem Edeka-Mitarbeiter soll ein Fitnessstudio die Räumlichkeiten gegenüber dem Eiscafé übernehmen. Auf erneute Nachfrage bei der Pressestelle will sich Edeka allerdings nicht weitergehend dazu äußern. Man stehe derzeit in Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten, so ein Sprecher.

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