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St. Georgen Letzter Auftritt: Suppe ist ausgelöffelt

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Wolfgang Schergel und Viktoria Wehrle hatten viel Spaß bei ihrer letzten Suppenlesung. Foto: MIttelstaedt Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Suppe ist ausgelöffelt, die Bücher sind zugeschlagen. Zum letzten Mal erlebten treue Besucher eine literarisch-kulinarische Begegnung auf höchstem Niveau.

St. Georgen. Angefangen vom gemütlichem Ambiente über liebevolle und themengerechte Tischdekoration bis hin zu humorvollen und geschichtsträchtigen Vorträgen sowie erlesenen Speisen setzten die Akteure Viktoria Wehrle, Wolfgang Schergel und Küchenchef Wolfram Morath einen grandiosen Schlussakkord.

Für die siebte und letzte Suppenlesung, veranstaltet von der Volkshochschule, hatten sich die scheidende VHS-Mitarbeiterin Viktoria Wehrle und Altbürgermeister Wolfgang Schergel mit "Männer und Frauen – passen sie wirklich zusammen" an ein Thema gewagt, das die Menschen bis weit zurück in die Vergangenheit polarisiert. Reaktionen im Publikum lassen darauf schließen, dass dies durchaus auch heute noch so ist.

Humorvoll und sowohl mit geschichtlichen Fakten, Bemerkungen berühmter Persönlichkeiten als auch gängigen Floskeln über das Verhältnis von Männlein und Weiblein belebt, zeigten Wehrle und Schergel auf, dass das Verhältnis "Mann-Frau" auch künftig spannend bleiben wird. Laut eigener Aussage haben sich die beiden Vortragenden seit Wochen auf die drei Termine vorbereitet und sich mehrmals zur Absprache getroffen. Was dabei heraus kam, entlockte den Besuchern jede Menge Beifall und Anerkennung.

"Wir hätten sicher Material für vier Tage am Stück gehabt", gab der einstige Pädagoge Wolfgang Schergel preis. Er belegte dies eindrucksvoll damit, dass er themengerechte Rückblicke bis ins Mittelalter gewährte, als Männer Frauen zwar als minderwertig, zur Fortpflanzung aber als notwendig erachteten. Selbst Theologen waren nachweislich seinerzeit frauenfeindlich eingestellt. Schergel offerierte zudem zahlreiche Gedanken über das Verhältnis Mann/Frau berühmter Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart. So soll Schiller gesagt haben: "Behandelt die Frauen mit Nachsicht, sie sind aus einer krummen Rippe gemacht und können leicht brechen". Von Einstein sei überliefert, dass er es als schwieriger empfand, eine Frau zu verstehen, als die Relativitätstheorie.

Naturgemäß wandte sich Viktoria Wehrle dem Thema aus Frauensicht zu. Mit grandioser Schauspielkunst erzählte sie von unterschiedlichen Gefühlen innerhalb einer Partnerschaft. Er denkt an sein defektes Autogetriebe, sie leidet, weil sie die Probleme gefühlsmäßig auf ihre Beziehung reduziert. Als klassisches Beispiel, dass Männer sich schwer tun, geheime Wünsche und Sehnsüchte preiszugeben, entlarvt sie zum Vergnügen der Besucher ihre Kollegen Klausi und Peter, die sich beide scheuen, ihre Gedanken zu verraten. Sie selbst outete sich mit dem Wunsch, mit dem eigenen 70-PS-Auto einen 400-PS-Brummer im Höllental auszubremsen.

Dass Schergel und Wehrle sehr gut harmonieren, bewiesen sie im Sketch "Welches Kleid gefällt dir jetzt wirklich". Sie treibt den Gatten in Loriot-Manier schier zur Weißglut.

Der Schlusspunkt der gelungenen Veranstaltung war Küchenchef Wolfram Morath vorbehalten. Er klärte die äußerst zufriedenen Teilnehmer auf, was sich hinter den Bezeichnungen Feuer und Flamme, heißer Feger, Frauensache, Männersache und "Gegensätze ziehen sich an" im Menü der Suppenlesung verbarg.

So schön die letzte Suppenlesung war, überwog seitens der Teilnehmer dann doch das Bedauern, dass es unmissverständlich die letzte war.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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