Geehrte und neu gewählte der Narrenzunft: (von links) Andrea Krompholz (25 Jahre), erster Zunftmeister Eric Sprich, Beate Welke (war 20 Jahre Schriftführerin), zweiter Zunftmeister Roland Elsner und die dritte Zunftmeisterin Simone Jeschke. Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Jugendabteilung der Narrenzunft wächst innerhalb kurzer Zeit auf 38 Mitglieder an

Von Stephan Hübner

St. Georgen. Von einem "vollen Programm für eine wieder mal kurze Kampagne" sprach Zunftmeister Eric Sprich bei der Hauptversammlung der Narrenzunft. Der Start beim Rosenmontagsumzug war zwar chaotisch, der Umzug selbst aber recht schön und die Teilnehmerzahl wurde fast verdoppelt. Highlight war der Hemdglonkerumzug. Bei Schneegestöber stand nur die Stadtmusik bei. Dank übersichtlicher Teilnehmerzahl begrüßte Sprich alle Anwesenden persönlich.

Eric Sprich "Unglaublich und phantastisch"

"Unglaublich und phantastisch" nannte er die Arbeit der Jugendgruppe. Es sei der helle Wahnsinn, dass sich die Mitgliederzahl in drei Jahren von sieben auf 38 erhöhte. Der Verein hat laut Kassiererin Astrid Weisser derzeit 190 Mitglieder. Die Mitgliedsbeiträge erhöhen sich für Kinder und Jugendliche von sechs auf elf und für Erwachsene von 15 auf 25 Euro. Betroffen sind nur Aktive.

23 Vereine sagten für den Umzug zu, so Schriftführerin Beate Welke. Die Narrenzunft besuchte sieben Umzüge und sechs Abendveranstaltungen.

Zweiter Zunftmeister Roland Elsner sprach von einer gut besuchten Halloweenparty mit einem "unansehnlichen, aber sehr schmackhaften Essen". Eigentlich fast zu schade um verbrannt zu werden seien die neuen Hexen für die Fastnetsverbrennung.

Ein Verein könne nur funktionieren wenn jeder mitarbeite, mahnte Elsner. Es sei möglich, sich einmal im Jahr an Arbeiten zu beteiligen, Entschuldigungen lasse er nicht gelten.

Enttäuschend nannte er die Teilnahme der Erwachsenen am Fasnetsbesuch im Lorenzhaus. Hier habe die Jugendgruppe im zweiten Jahr in Folge die Aktion gerettet. Es sei schön, zu sehen, wie die Hege und Pflege des Narrensamens vonstatten gehe.

Die Kampagne verlief lauf Jugendgruppenleiterin Nadja Höher weitgehend harmonisch. "Lediglich das Hüpfen bedurfte einiger Verbesserungsvorschläge." Laut einer anonymen Umfrage empfinden die Kids die gute Stimmung in der Gruppe als positiv. Allerdings wurden nach Meinung der Jugendlichen zu wenig Umzüge besucht.

Die Großen bewegen sich eher selten

Den Umzug in St. Georgen beschrieben sie als "zu kurz und zu lahm" und "immer in der Reihe zu laufen ist ein wenig doof". Auch fiel auf, dass zwar die Jugend hüpfte, sich von den Großen aber selten jemand bewegte. Vertreten war die Jugend auch beim Engele wecken, der Kinderfasnet oder dem Rathaussturm. Nadja Höher wünschte sich, dass mehr Eltern am jährlichen Informationsabend teilnehmen.

Wie schon in vergangenen Jahren wurde der gesamte aktuelle Vorstand entlastet, nicht aber eine frühere Kassiererin, die dem Verein noch Geld schuldet.

Neu gewählt wurde Marie Hänsel als Schriftführerin. Beate Welke hatte dieses Amt 20 Jahre inne und übernahm dafür das Amt eines Narrenrates. Wiedergewählt wurden der erste Zunftmeister Eric Sprich, Kassiererin Astrid Weisser, Jugendgruppenleiterin Nadja Höher, erste Orgaleiterin Simone Pies, Kammerverwalterin Angela Pies sowie die Narrenräte Hartmut Herrmann und Andreas Benz. Für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Andrea Krompholz, Kai Uwe Götz und Nicole Götz.