Beim Kolpinggedenktag wurden zahlreiche treue Mitglieder geehrt. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Am Gedenktag des Gründers werden zahlreiche treue Mitglieder geehrt

St. Georgen. "Gott stellt jeden dahin, wo er ihn braucht." Dieser Satz von Gesellenvater Adolph Kolping steht auf den Urkunden, die am Kolping-Gedenktag in St. Georgen verdienten Mitgliedern überreicht wurden.

Für 65 Jahre Mitgliedschaft wurden Herbert Hummel und Wilhelm Roth geehrt. Beide wurden am 12. Mai 1946, dem Schutzfest des heiligen Josef, als Mitglied neu aufgenommen. Dies war auch der Tag, an dem zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg die St. Georgener Kolpingsfamilie wieder an die Öffentlichkeit trat.

Seit 60 Jahren sind Günter Franke und Werner Spiegelhalter Mitglieder der St. Georgener Kolpingsfamilie. Auf eine 50-jährige Mitgliedschaft können Walter Meder, Alfred Pfaff, Hans-Werner Stehle, Hans-Jürgen Jungnickel und Gerold Hummel zurückblicken. Das Jubiläum zur 40jährigen Mitgliedschaft feierte indes Michael Radigk.

Der Kolpinggedenktag, der traditionell mit einer Heiligen Messe im Gedenken an den Präsides und die verstorbenen Mitglieder startete, wurde mit einer Feierstunde im Adolph Kolping Saal fortgesetzt. Der Kolpinggedenktag, erklärte Vorsitzender Klaus Spiegelhalter den vielen Mitgliedern, biete Gelegenheit für Rückblick und Ausblick sowie die Möglichkeit, das eigene Profil zu schärfen. Den Schlusspunkt setzten die Kolpinger mit dem Lied "Wir sind Kolping".

Die Kolpingsfamilie startet auch bereits zum zwölften Mal in der Bergstadt ihre Aktion "Süße Überraschung" für Kinder in Rumänien zur Weihnachtszeit.

"In den vergangenen elf Jahren sind 7941 Päckchen zusammengekommen, so dass wir dieses Jahr die 8000-er Marke knacken wollen", sagt Thomas Hummel, Organisator der Aktion. "Es ist jedes Jahr für uns eine große Freude und Motivation, wenn wir die zahlreichen Dankesbriefe der Kinder aus Rumänien erhalten." Irmgard Rösch vom Freundeskreis Oradea aus Villingen wird auch dieses Jahr dafür Sorge tragen, dass die Päckchen per Weihnachtshilfstransport nach Rumänien mitgenommen und verteilt werden. Im vergangenen Jahr hat sie in zwei besonders armen Karpatendörfern die Päckchen ausgeteilt. "Vor lauter Freude fielen uns die Kinder um den Hals und küssten uns das ganze Gesicht ab", berichtet sie.

Weitere Päckchen hat Irmgard Rösch zu einem christlich ausgerichteten Straßenprojekt in Oradea gebracht. Die Kinder dort können tagsüber eine Schule besuchen, abends müssen sie allerdings immer noch ein Nachtquartier unter einer Brücke oder in den Kanalschächten suchen.