Katja Färber mit der achtjährigen Mia und einem Stoff-Elch im Café Bohnenheld: Der Tochter gefallen die Arbeiten ihrer Mutter sehr gut, wie sie spontan versichert. Foto: Vaas Foto: Schwarzwälder-Bote

Mutter von drei Kindern mit besonderem Hobby / Von Stofftaschen über Schwarzwald-Kissen bis zu "Trophäen"

Von Dieter Vaas

St. Georgen. Eigentlich ist Katja Färber gelernte Erzieherin. Jetzt sorgt sie aber mit Elchen für Aufsehen. Diese kommen durch sie verstärkt im Schwarzwald vor, allerdings nur als besondere Trophäe auf Holz und aus Stoff.

Ursprünglich stammt die 42-Jährige aus dem benachbarten Weiler. In St. Georgen war sie als Erzieherin in der Kindertagesstätte Schatzinsel tätig. Später zog sie nach Freiburg, wo ihr heutiger Mann herstammt. Schließlich kam die Familie in die Bergstadt. Mit dem ersten von mittlerweile drei Kindern hängte Katja Färber ihre Berufstätigkeit an den Nagel.

Ruhiger Ausgleich zum alltäglichen Trubel

Nähen hat sie schon in der Schule gelernt, ohne je für sich selbst zur Nadel zu greifen. Als schönen, ruhigen Ausgleich zum alltäglichen Trubel begann sie, Deko-Gegenstände herzustellen, erinnert sie sich lächelnd. Anfangs waren es Taschen und Kissen. Dann kam immer mehr Ausgefallenes hinzu. Jagd-Trophäen, die sie nach eigener Aussage nie aufhängen würde, brachten sie auf die Idee, besondere Elche herzustellen. Dafür nimmt sie eine Holztafel, die sie mit Serviettentechnik und Farbe verschönert. Darauf kommt ein Elchkopf. Dieser besteht aus zwei Stoffteilen, die zusammengenäht und mit Füllwatte ausgestopft werden. Zwei, drei Stunden kommen schnell für die gesamte Arbeit zusammen. Bei der "Massenproduktion" geht es etwas schneller. Auf Märkten und im Internet besorgt sie sich Baumwollstoff. Anfangs wurden daraus nette Geschenke. Mittlerweile hat sie sogar ein Gewerbe angemeldet. Überwiegend in der Weihnachtszeit geht sie auf Märkte.

Im Café Bohnenheld ganzer Querschnitt

Ab und zu nimmt sie auch Aufträge an. Für die Stadtbibliothek hat sie auch Stofftaschen sowie Schwarzwald-Kissen genäht. Hier sind zudem Elche zu bewundern. Im Café Bohnenheld in der Friedrichstraße, wo sie ehrenamtlich mitarbeitet, gibt es eine ganze Ecke mit dem vollen Querschnitt ihrer Produkte.

Im vergangenen Jahr waren es über 50 Elche, die sie hergestellt hat. "Es könnten sicher noch mehr sein, allein die Zeit fehlt", erzählt Katja Färber immer noch lächelnd.

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