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St. Georgen Junger Koch will Gastro-Szene aufmischen

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Aus dem Fahrzeug heraus verkauft Martin Kaiser seine Gerichte. Künftig möchte er das auch in St. Georgen tun. Fotos: Kaiser Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. "Regional, lecker, gesund." Mit diesen drei Adjektiven beschreibt Martin Kaiser seine Gerichte. Er möchte künftig das St. Georgenern Mittagsangebot erweitern –­ und zwar auf vier Rädern. Einmal in der Woche will er mit seinem Streetfoodwagen in der Bergstadt halt machen. Soweit der Plan. Doch wie kommt’s?

Für die Antwort muss Kaiser weit ausholen. Denn er hat trotz seines noch jungen Alters bereits einige Stationen hinter sich – die ihn eben genau dort hin brachten, wo er heute steht. Kaiser erlernte den Beruf des Kochs im "Engel" in Vöhrenbach, später arbeitete er in der "Wolfshöhle" von Sascha Weiss in Freiburg, die sich zu dieser Zeit den ersten Stern erkochte. Von dort ging es für ein halbes Jahr auf die Meisterschule, ehe er das dort theoretisch Erlernte bei einer großen Basler Cateringfirma praktisch umsetzte. Es folgte ein Jahr als Küchenchef in einem Restaurant nahe Freiburg.

Mit nur 27 Jahren brachte Kaiser ein privater Schicksalsschlag zurück in seine Heimatstadt Furtwangen. Dass er einfach hinter den Herd eines x-beliebigen Restaurants steht, war für ihn keine Option. "Für das was ich mache, sind die Ansprüche hier vor Ort nicht gegeben", gibt er unumwunden zu. Aus der Not macht er kurzerhand eine Tugend. Ein Foodtruck soll ihm die Selbstständigkeit ermöglichen.

"Seit dem 1. Juli bin ich offiziell am Rollen", sagt Kaiser und lacht. Er wolle mit seinem Wagen auch zeigen, was er in der Vergangenheit alles gelernt hat. "Martimboo" heißt das Unternehmen, das er derzeit noch komplett allein betreibt. Die Idee: Im Rahmen eines festen Wochenplans fährt Kaiser verschiedene Kommunen in der Region an. Dabei bedient er lediglich das Mittagsgeschäft. Auf dem Furtwanger Marktplatz steht er bereits, ebenso in Unterkirnach. Nun soll auch St. Georgen zu seinem "Tourenplan", wie er ihn nennt, hinzugefügt werden.

Kaiser legt Wert darauf, Produkte aus der Region zu verkaufen, die frisch zubereitet werden. "Mir ist wichtig, dass die Leute sehen: Der macht es nicht, weil es ein Trend ist. Der lebt es", betont der Koch. Dabei setzt er auf Klasse statt Masse: Lediglich zwei unterschiedliche Gerichte werden verkauft, eines mit Fleisch, eines ohne, die alle zwei Wochen wechseln. "Wenn dann jemand etwas nicht essen kann, kann ich auch vor Ort reagieren", hebt er die Vorteile des frischen Kochens hervor. "Der Live-Charakter ist das, was am Ende den Wow-Effekt bringt."

Mit Unternehmen in der Industriestraße sei er bereits im Gespräch, ob er dort seinen Truck aufstellen darf. Ein Gespräch mit der Stadt, die möglicherweise eine andere Fläche zur Verfügung stellen könnte, stehe noch aus. "Momentan sind mir in St. Georgen die Hände gebunden", sagt er zum derzeitigen Stand.

Dafür hat er an anderer Stelle genug zu tun: Neben dem Tagesgeschäft unter der Woche zieht er samstags und sonntags als Live-Koch oder Caterer durch die Gegend. Auch kulinarische Partys in Küchenstudios, wie sie andernorts schon gang und gäbe sind, könnte er sich vorstellen. Die Liste seiner Ideen ist lang – und das Geschäft rollt im wahrsten Sinne des Wortes an.

Weitere Informationen: www.martimboo.de

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