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St. Georgen Jagdgenossenschaft zahlt Abschussprämie

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Helmut Haas bleibt Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, die 684 Grundstückseigentümer von 3836 Hektar land- und forstwirtschaftlicher Fläche auf der Gemarkung St. Georgen repräsentieren. Foto: Vaas Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. Die Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft St. Georgen befasste sich mit der Erstellung einer umfangreichen neuen Satzung und Wahlen. Die Jagdgenossenschaft ist der Zusammenschluss von 684 Grundstückseigentümern, die eine bejagbare Fläche von 3836 Hektar land- und forstwirtschaftlicher Fläche auf der Gemarkung St. Georgen repräsentieren. Diese Fläche verteilt sich auf elf Jagdbögen, die gegenwärtig alle bejagt werden. Zum Teils sind die Jagdbögen verpachtet und zum Teil in Eigenbewirtschaftung der Jagdgenossenschaft im Rahmen sogenannter Jagderlaubnisverträge.

Nachdem das Land Baden-Württemberg 2015 das neue Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) erlassen hat, musste die bestehende Satzung aufgehoben und durch eine neue ersetzt werden. Dies geschah einstimmig durch die Mitgliederversammlung. Die Satzung muss jedoch noch durch das Kreisjagdamt des Schwarzwald-Baar-Kreises genehmigt werden.

Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende, Helmut Haas, für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Die bisherigen Mitglieder des Jagdvorstands, Berthold Kieninger (stellvertretender Vorsitzender) und Schriftführer Eckhard Braun, stellten sich nicht mehr zur Wahl. Neu in den Jagdvorstand wurden Gerhard Klausmann zum stellvertretenden Vorsitzenden und Philipp Thumser zum Schriftführer gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden die bisherigen Mitglieder des Jagdvorstandes Claudia Baur, als Beisitzerin für das Jagdkataster, und Richard Kienzler, als Beisitzer für die Kassenverwaltung. Kienzler konnte im Übrigen, trotz der gegenwärtigen hohen Wildschweinbestände und den daraus resultierenden Wildschäden, von einer guten Entwicklung der Kasse berichten. Ob dies so bleibt, ist abzuwarten.

Die Wildschweine sorgen verstärkt für Schäden auf Wiesen und Äckern. Dazu war zum Abschluss der Versammlung eigens Matthias Gommlich von der Fürstlich Fürstenbergischen Forstverwaltung in seiner Eigenschaft als Wildtierbeauftragter des Schwarzwald-Baar-Kreises zu einem Vortrag eingeladen worden. Etliche interessante Punkte, wie Fütterungsverbot, Bejagungsmöglichkeiten oder Abläufe bei den Schadensmeldungen wurden durch ihn näher erläutert. Dabei wurde die Jagdgenossen darauf hingewiesen, dass Wildschäden an landwirtschaftlich genutzten Grundstücken binnen einer Woche, nachdem sie von dem Schaden Kenntnis erhalten haben oder bei Beachtung gehöriger Sorgfalt, bei der Stadtverwaltung St. Georgen bei Hans Jörg Winterhalter anzumelden sind. Bei Schäden im Forst genügt es, wenn der Schaden einmal jährlich bis zum 15. Mai gemeldet wird. Winterhalter wies darauf hin, dass hierfür sich bereits Vordrucke zur Schadensmeldung auf der Internetseite der Stadtverwaltung St. Georgen finden.

Der Vorsitzende Haas legte Wert darauf, dass parallel dazu die Jagdgenossenschaft, sowie der zuständige Jäger informiert werden sollten. Da zurzeit das dreijährige Gutachten zur Verbisssituation im Wald durch die Forstbehörden erstellt wird, wies der Jagdvorstand die Mitglieder darauf hin, bei starken Verbissschäden diese zusätzlich an den zuständigen Förster zu melden.

Um immer höheren Wildschweinschäden entgegenzuwirken, wird weiterhin neben einer verstärkten Bejagung in Schwarzwildproblemgebieten auch ein verstärkter Informationsaustausch über Jagd- und Jagdgenossenschaftsgrenzen hinweg in Zukunft dringend notwendig werden. Dies gilt ebenso für den direkten Kontakt zum Kreisjagdamt. Die bisherige durch die Jagdgenossenschaft finanzierten Abschussprämien für Schwarzwild haben weiterhin Bestand.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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