120 Einladungen gingen raus – 15 Vereine sendeten ihre Vertreter ins St. Georgener Rathaus. Foto: Mittelstaedt Foto: Schwarzwälder-Bote

Stadtfestgemeinschaft tagt. 15 von 120 Vereinen folgen Einladung.

St. Georgen - "Unser Stadtfest soll noch schöner werden" – mit diesem Motto wollte Bürgermeister Michael Rieger laut eigener Aussage erreichen, dass zuletzt aufgekommene Kritik am Stadtfest in positive Aktionen mündet.

Deshalb hatte Melanie Reinl, nach Hermann Joos inzwischen bei der Stadtverwaltung verantwortlich für die Organisation des Stadtfestes, insgesamt 120 Einladungen an Vereine und Institutionen der Bergstadt zu einem Gespräch über Vorschläge und Änderungen zum Stadtfest 2013 versandt. Davon sind gerade mal 15 Vereine der Einladung gefolgt.

Dass Bürgermeister Rieger dies als zufriedenstellende Teilnahme bezeichnet, verwunderte schon einige Teilnehmer. Fest steht dagegen, dass "klein auch fein" sein kann. Unbestritten hatten die Teilnehmer an der lebhaften Besprechung einiges an konstruktiven Vorschlägen anzubieten.

"Ich höre immer wieder, dass das Stadtfest früher viel besser gewesen sei. Können Sie mir sagen, warum das so war", fragte Rieger in die überschaubare Runde. Diese hatte auch gleich eine Reihe von Antworten parat. Von mehr teilnehmenden Vereinen, höheren Besucherzahlen, Wegfall des kulturellen Angebots im Klosterhof sowie den Aktivitäten im Stadtgarten bis zur "untragbaren Lautstärke" der Musik auf dem Marktplatz reichte die Palette der Begründungen.

Zudem wurde bemängelt, dass der seit zwei Jahren ausgetragene Stadtfestlauf nicht ausreichend in das Stadtfest integriert wurde. Statt über alle angesprochenen Schwachstellen lange zu diskutieren, kam von den Teilnehmern eine ganze Reihe an konstruktiven Vorschlägen. So schlug einer von ihnen vor, die teilnehmenden Läufer – laut Rieger im letzten Jahr immerhin fast 800 – mit einem Verzehrgutschein auf das Stadtfest zu locken.

Mit dem veranstaltenden Turnverein (TV) soll zudem besprochen werden, ob die Siegerehrung wechselweise auch mal im Schulhof oder auf der Stadtterrasse ausgeführt werden könne. Eine aus der Versammlung gewünschte Verlegung von Start und Ziel in die Gerwig-Straße erachtet Melanie Reinl aus verkehrstechnischen Gründen als problematisch.

Diese und weitere in der Besprechung präsentierte Anregungen sollen in der offiziellen Vorbesprechung der Stadtfestgemeinschaft in konkrete Ergebnisse münden. Beibehalten werden soll auf jeden Fall die beliebte Tombola.

Laut Melanie Reinl soll die Besprechung noch im November stattfinden. Bürgermeister Rieger, sowie der sich öfters zu Wort meldende Stadtrat Peter Fichter hoffen darauf, dass sich noch mehr als die bisher 15 bis 20 teilnehmenden Vereine bereit erklären, beim Stadtfest mitzumachen. "Mehr Teilnehmer steigern die Attraktivität und sorgen zudem für mehr Umsatz", bemerkte Fichter augenzwinkernd.

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